Frühzeitig auf die Kinderfüße achten

Kinderfüße, Fußpflege, Fuß-Kurse
1 Angela Büttner verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in ihrer Fußpflege

Angela Büttner befasst sich seit Beginn ihrer Berufstätigkeit mit Füßen, aber erst seit neun Jahren als Fußpflegerin. Die 56-jährige unterrichtete viele Jahre lang Bewegung und Tanz und legte ihr Augenmerk schon damals auf „ungeübte“ Kinderfüße. Heute gibt sie unter anderem Fuß-Kurse für Kinder und Erwachsene – mit viel Erfolg. Petra Zimmermann hat sie besucht.

Meine langjährigen Erfahrungen während der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und im professionellen Tanz haben mich schon früh gelehrt, wie wichtig die Gesundheit der Füße ist“, so Angela Büttner. Schon damals sei ihr in den Bewegungs-Work­shops aufgefallen, dass viele Kinder Probleme hatten, die Füße richtig vor einander zu setzen und deshalb über ihre eigenen Füße fielen. „Der ganze Körper wird durch die Füße und die Fußstellung beeinflusst, deshalb ist es so wichtig, schon auf die Kinderfüße zu achten.“ Auch privat wurde ihr dieser Zusammenhang durch die Diabeteserkrankung ihrer beiden Kinder drastisch deutlich gemacht.

Angela Büttner absolvierte ihre Fußpflegeausbildung 2008 und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz in der Fußpflege. Sie klärt auch ihre erwachsenen Kunden über ihre Füße auf, denn ein gesunder Körper fange bei den Füßen an. „Vielen ist es gar nicht so ­bewusst, ihnen fehlt quasi ein Fuß-Bewusstsein“, bedauert die Fußpflegerin, die seit 2009 ihre eigene Praxis im mittelfränkischen Langenzenn und seit Juni 2016 in Trübenbronn führt. „Das Thema Füße ist so umfassend und interessant, dass ich mich auch weiterhin an einer zertifizierten Schule für Podologie zielstrebig weiterbilde, für mich selbst und für meine Kunden.“

Viele Kinder in Behandlung

Büttners jüngster Kunde war erst vier Monate alt. Das Kleinkind hatte seit seiner Geburt eingewachsene Fußnägel. „Jede werdende Mutter kennt die Tritte des ungeborenen Kindes gegen die Rippen“, erklärt Angela Büttner die Ursachen. „Die Fußnägel eines Kindes sind in diesem Stadium bereits angelegt und können sich das empfindliche Nagelbett durch so einen Tritt pränatal verletzen. Deutliche Entzündungszeichen nach der Geburt, in Form von geröteten Nägeln und deren Umfeld, weisen darauf hin.“ Der so verursachte Schmerz würde vom Schmerzzentrum im Gehirn zwar abgeschaltet, aber das Baby ziehe aufgrund dieser Schmerzerfahrung den betroffenen Zeh permanent nach oben. „Sanftes schmerzfreies Unterlegen lenkt den Nagel dahin, wohin er gehört“, erklärt Angela Büttner. Im Anschluss wurde der Zeh beziehungsweise Fuß des Babys zwei Wochen ganz zart getapet, um dem Zeh wieder die Richtung zu geben. „Ohne Schmerz zieht das Kind den betroffenen Zeh wieder nach unten und kann im Lauflernalter schmerzfrei mit dem ganzen Fuß auftreten.“ So würden Lauflernfehler vermieden, die im Grundschulalter nicht mehr zu beheben seien.

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