Wer hat an der Uhr gedreht?

(Foto: Stefan Bayer/pixelio.de)

Obwohl das Europäische Parlament im Februar 2018 für eine Überprüfung der Sommerzeit gestimmt hat, werden die Uhren auch dieses Jahr am Sonntag, den 25. März nach altem Muster umgestellt. Dabei gilt: am letzten Sonntag wird im März um 02:00 Uhr nachts auf 03:00 Uhr vorgestellt.

Funkuhren und automatische Zeitsysteme richten sich nach den Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über einen Sender werden die Signale übertragen, so dass sich Funkuhren automatisch umstellen. Andere Uhren müssen von Hand umgestellt werden. Wer das vergisst, könnte unfreiwillig verschlafen.

Die Deutschen sind sich nicht oft einig – bei der Abschaffung der Zeitumstellung zeigt sich aber ein klares Bild: 60 Prozent sind für die Abschaffung, 20 Prozent haben dazu keine Meinung und nur 15 Prozent sind dafür, die Uhr weiterhin umzustellen. Wenn es tatsächlich zur Abschaffung käme, wünschen sich zwei Drittel als geltende Zeit die derzeitige Sommerzeit.

Die Idee, Strom zu sparen –die zur Einführung der Sommerzeit im Jahr 1980 führte – ist nicht aufgegangen. Dadurch, dass es am Abend eine Stunde länger hell ist, sollte Energie gespart werden. Der Stromverbrauch am Abend sinkt durch die Sommerzeit zwar – aber nur in geringem Maße.

Die Umstellung bringt unsere innere Uhr durcheinander. Zahlreiche Menschen leiden bei jeder Uhrumstellung an Müdigkeit und Schlafstörungen. Besonders betroffen sind Berufstätige. Sie sind gereizt und unkonzentriert.

Auf die Einnahme von Schlafmitteln sollte verzichtet werden. Manchen hilft auch „Schäfchenzählen“ oder ein warmes Fußbad. Hilfreich sind auch Entspannungstechniken, aber auch leichte körperliche Bewegung, wobei der Puls nicht stark ansteigen sollte.

Umfangreiche Mahlzeiten am Abend sollten vermieden werden. Auch Kaffee, Tee oder andere aufputschende Getränke sollten bis zu drei Stunden vor dem Schlafengehen nicht konsumiert werden. Auf den Mittagsschlaf sollte während der Umstellungszeit verzichtet werden.

Besonders schwer fällt der Übergang zur Sommerzeit, bei dem eine Stunde Schlaf geopfert werden muss. Schlafforscher empfehlen daher Kindern und älteren Menschen, schon einige Tage vor dem Termin früher zu Bett zu gehen, um sich besser an die Zeitumstellung zu gewöhnen: Sechs Tage lang je 10 Minuten früher Schlafengehen und 10 Minuten früher aufstehen.

Die Sommerzeit gilt dieses Jahr bis zum Sonntag, den 28. Oktober. Dann werden die Uhren eine Stunde zurück gestellt - wir gewinnen damit wieder eine Stunde.