Effiziente Praxisführung

Praxis, Führung
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Weniger arbeiten, gleichzeitig aber mehr verdienen — das wünschen sich nicht nur Podologen. Die Realität sieht oft anders aus. Dennoch können bereits kleine Verbesserungen zu einem Plus an Effizienz führen. Josef Förster erklärt, wie eine effiziente Praxisführung gelingen kann und was diese beinhaltet.

Zu Beginn einer Beratung hört der Berater oft den Wunsch der Podologin (es sind natürlich auch immer Podologen mit gemeint), weniger arbeiten und mehr verdienen zu wollen. So sehr der Berater diesen Wunsch erfüllen möchte, gibt es doch Hindernisse dabei. Einige sind systembedingt:

– Mangel an ausgebildeten Podologen,

– nicht ausreichende Vergütungen,

– stark einengende Vorgaben und Regulierungen,

– steigende Nachfrage nach podologischen Leistungen durch die demographische Entwicklung und den Gesundheitszustand der Bevölkerung,

– Kenntnisse fehlen.

Erschwerend kommt hinzu, dass in der Ausbildung zur Podologin über die eigentliche podologische Ausbildung hinaus kaum Kenntnisse zu Betriebswirtschaft, Betriebsführung oder Mitar-

beiterführung vermittelt werden. Und Naturtalente auf diesen Gebieten sind eben ziemlich selten.

Keine Scheu vor Preiserhöhungen

So wäre – bei Kenntnis der Marktzusammenhänge – das erste Mittel zur Verbesserung des Ergebnisses bei starker Nachfrage die Anhebung der Vergütungen. Hinsichtlich der Kassenpatienten können diese von der Podologin nicht beeinflusst werden.

Ob sich hier durch das Heil- und Hilfsmittelverstärkungsgesetz eine positive Entwicklung ergibt, wird man sehen. Anheben kann die Podologin aber die Vergütungen für die Selbstzahler.

Krankenkassenvergütung plus Umsatzsteuer

Hier sollte das Maß der Dinge die Vergütung der Krankenkassen zuzüglich Umsatzsteuer als Untergrenze sein. Nach diesen Maßstäben ergibt sich eine Vergütung von mindestens 36 Euro für eine Fußpflege auf podologischem Niveau. Bei Hausbesuchen sollte ein Aufschlag für Wegezeiten angestrebt werden, der sich an einem Stundensatz von 48 Euro orientiert. In der Tat ist schon von entsprechend hohen Vergütungssätzen berichtet worden.

Wertschätzung der Arbeit

Alles andere führt nur dazu, dass die hochwertige Tätigkeit der Podologin nicht nur zu gering bezahlt, sondern auch nicht wertgeschätzt wird. Sollten wegen der Erhöhung Kunden wegbleiben, so gleicht die Anhebung die Verlus-te oftmals aus und führt zu freiwerdenden Behandlungszeiten für die Kunden, die ihre Arbeit auch finanziell schätzen werden.

Beschaffungen managen

Ein nächster Schritt, der allerdings auch nicht zu Riesensummen führt, ist ein stringentes Beschaffungsmanagement. Dazu gehört die ernsthafte Überprüfung, ob die geplante Beschaffung (Einkauf von Waren und Dienstleistungen) überhaupt notwendig ist.

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