Neue Spange bringt endlich Therapieerfolg

Spangen Therapie
1 a,b Belastungsfaktoren sind Medikamente (Betablocker) und Arbeitssicherheitsschuhe.

Bluthochdruck, Betablocker und Arbeitssicherheitsschuhe. Seit sechs Jahren „kämpft“ ­Podologin Beatrix Negel-Riegel mit den Rollnägeln einer Patientin. Mit der Klebespange „Podostripe“ hat sie nun zum ersten Mal bleibende Erfolge erzielt.

Es gibt Fälle, bei denen die Patienten während einer Therapie alles richtigmachen, aber widrige Umstände den Behandlungsabschluss einer Spangen-therapie erschweren.

Eine Patientin im mittleren Lebensalter wurde 2010 wegen ihres Bluthochdrucks mit einem Betablocker eingestellt. Als Folge veränderte sich zunehmend das Wachstum ihrer beiden Großzehennägel. Die Rollnägel machten ihr immer mehr zu schaffen. Denn sie entwickelte im Lauf der Zeit einen unguis incarnatus Stadium 2 a (nach Dr. Scholz) medial, beidseits. Erschwerend kam noch hinzu, dass sie an ihrer Arbeitsstelle Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen tragen musste.

Nach vielen gescheiterten eigenen Behandlungsversuchen kam sie dann 2011 das erste Mal in unsere Praxis. Wir entschieden uns für eine Spangentherapie mit der 3TO-Draht-Spange und hofften, ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen zu können.

Niemand ahnte, dass wir nun 6 Jahre Therapiezeit vor uns hatten!

Erfolgversprechender Therapiestart

Der Erstbefund sah zunächst nicht sehr herausfordernd aus (Abb. 2). Wir starteten voller Zuversicht und mit der Hoffnung, dass in ein paar Monaten die Therapie zu Ende sei.

Nachdem die Nägel nach zirka einem Jahr Therapiezeit die gewünschte Form erreicht hatten, nahmen wir die Spangen ab und stabilisierten zur Nachsorge die Nagelfalze mit Sulci-Protektoren, um das gelungene Ergebnis zu erhalten (Abb. 3 + 4).

Therapieerfolg nicht von Dauer

In den folgenden sechs Wochen veränderten sich die Nägel sprunghaft in ihre alte Form (Abb. 5). Nichts konnte sie daran hindern, in ihre Ausgangssituation zurück zu gehen. Aufgrund des Betablockers (Blutdruck-Medikament) und das Tragen der Sicherheitsschuhe kam es immer wieder zu einem Rezidiv. Denn die Nagelstruktur wird vom Medikament sehr stark beeinflusst.

Trotz Stabilisierung mit Protektoren konnte dieser Prozess nicht aufgehalten werden und die Patientin verspürte wieder Schmerzen. Aufgrund der Festigkeit des Nagels und der medikamentösen Strukturveränderung reichte die Unterstützung von Tamponaden jeglicher Art nicht aus, um den freien seitlichen ­Nagelrand vom Einrollen abzuhalten.

Die Nagelsubstanz war einfach zu hart und die Belastung durch den Sicherheitsschuh zu hoch. Die ganze Mühe der letzten Monate war somit dahin!

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