19. Juli 2010

Ampel auf Rot

Die bayerischen Ausbildungsstätten für Podologie standen schon in den Startlöchern. Im September sollte zudem in Traunstein eine weitere Schule unter der Trägerschaft des ZFD-Landesverbandes Bayern ihre Pforten öffnen. Alles deutete darauf hin, dass nun auch in Bayern eine Teilzeitausbildung zum Podologen gestattet sein sollte. Anfang Juli sprang allerdings die Ampel auf Rot. Die Regierung von Oberbayern teilte den Schulen, die einen Antrag aus Teilzeitausbildung gestellt hatten, in einer E-Mail mit: "... vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus wurden wir gebeten, die Schulen und Schulträger darüber zu informieren, dass eine Ausbildung in Teilzeit an den Berufsfachschulen für Podologie zum kommenden Schuljahr nicht möglich ist. Hierzu erhielten wir folgende Begründung: Die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus in die Anhörung gegebene Dritte Verordnung zur Änderung der Schulordnung für die Berufsfachschulen für Podologie, welche insbesondere die Möglichkeit einer Ausbildung in Teilzeit eröffnen sollte, erhielt nicht die Zustimmung der anderen Ressorts und kann somit nicht in Kraft treten. Somit kann die für die Durchführung einer Teilzeitausbildung in der Podologie notwendige Rechts-änderung zum kommenden Schuljahr nicht in Kraft treten und es können - bis auf weiteres - keine Teilzeitklassen gebildet werden." Eine schriftliche Begründung von Seiten des Kultusministeriums mit Angaben der entsprechenden Ressorts und deren Einwände liegt noch nicht vor.
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15. Juli 2010

Jeder Dritte fühlt sich nicht verantwortlich

Jeder dritte Erwachsene in Deutschland sieht die Verantwortung für seine Gesundheit eher bei anderen als bei sich selbst. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG). Dabei sehen sich laut Studie Männer deutlich weniger in der Pflicht als Frauen: Von den befragten Männern vertraut fast jeder Zweite lieber auf die Ratschläge und Hilfe anderer, unter den Frauen dagegen nur gut jede Vierte.
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15. Juli 2010

Sommerhitze im Beruf

Bei Temperaturen um die 30 Grad wird selbst der schönste Job zur Qual. Jeder Zweite hat laut DAK-Umfrage aktuell gesundheitliche Probleme. „Hitzefrei gibt es jedoch nur in seltenen Ausnahmefällen“, weiß Sabine Winterstein, DAK-Expertin für betriebliche Gesundheitsförderung. „Gegen die drückende Hitze können aber sowohl die Chefs als auch die Angestellten etwas tun.“

Für kühle Luft sorgen
Neben Sonnenschutz am Fenster helfen Klimaanlagen, Ventilatoren oder Luftbefeuchter. Gelüftet werden sollte das Büro nur früh morgens. Vorsicht vor Klimaanlagen, oft sind diese zu kühl eingestellt. Durch den Wechsel zwischen kühler Innentemperatur und heißer Außenluft droht beim Verlassen der Räume ein Kreislaufkollaps, da der Körper sich nur langsam den Temperaturunterschieden anpasst.

Arbeitszeiten lockern
Motivierend für die Mitarbeiter wirken angepasste Arbeitszeiten, die früher beginnen. Wer kann, sollte Überstunden abbummeln. Zusätzliche Pausen sind ebenfalls hilfreich. „Beliebt macht sich ein Chef, wenn das Arbeitstempo an die Wärme angepasst werden darf“, sagt Winterstein. „Da bei extremer Hitze Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen, kommt es bei Zeitdruck schneller zu Fehlern. Das will niemand.“

Tolerante Kleiderordnung

Wer die Möglichkeit hat, verzichtet besser auf "warme" Kleidung. Sie können einen Wärmestau verursachen. Besonders geeignet ist leichte, luftige Kleidung aus Naturfasern, die die Hautfeuchtigkeit gut aufnimmt und nach außen transportiert.

Viel trinken und leicht essen

Zwei bis drei Liter pro Tag sind bei diesen Temperaturen Pflicht. Besonders geeignet: Mineralwasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte. Auch Kaffee in gewohnten Mengen ist erlaubt. Er entzieht dem Körper – wie oft angenommen – keine Flüssigkeit, regt aber den Kreislauf an. Die Getränke sollten nicht eiskalt sein“, rät die DAK-Expertin. „Sonst wird die Wärmeproduktion des Körpers angekurbelt.“ Für die Mittagspause gilt: Finger weg von Bratwurst und Pommes. „Fettes Essen an heißen Tagen belastetet den Kreislauf.“ Lieber zu Obst, Salat und Gemüse greifen, um den Körper mit Vitaminen und verlorenen Elektrolyten zu versorgen. Erfrischung zwischendurch Ein feuchtes Tuch für Nacken und Gesicht oder eine Schüssel mit kaltem Wasser unter dem Schreibtisch sorgen für Abkühlung und Denkanstöße. Winterstein: „Oder einfach öfter mal zum Waschbecken gehen und die Handgelenke unter kühles Wasser halten.“

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01. Juli 2010

DAK und BKK Gesundheit führen Fusionsgespräche

Die DAK und die BKK Gesundheit erklären anlässlich ihrer jeweiligen Verwaltungsratssitzungen, dass sie in konkrete Verhandlungen mit dem Ziel der Vereinigung beider Krankenkassen eintreten. Unter dem Namen DAK Gesundheit soll die vereinigte Krankenkasse ab dem 1.Oktober 2010 ein kompetenter und leitungsstarker Partner für mehr als sieben Millionen Versicherte sein. Gemeinsames Ziel ist es, die Herausforderungen des Gesundheitsmarktes und die Synergieeffekte der Fusion im Interesse der Versicherten zu nutzen.
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30. Juni 2010

Kassen fusionieren zu AOK NordWest

Die AOK Westfalen-Lippe und die AOK Schleswig-Holstein werden zum 1. Oktober zusammengehen und künftig unter AOK NordWest firmieren. Das beschlossen die Verwaltungsräte der beiden gesetzlichen Krankenkassen am Mittwoch. Mit 2,8 Millionen Mitgliedern entstehe dann die achtgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland, teilte die AOK Westfalen-Lippe in Dortmund mit. Die Aufsichtsbehörden müssen der Fusion noch zustimmen. Die Direktion der neuen AOK wird in Dortmund ihren Sitz haben. Kiel soll Sitz der Landesdirektion für Schleswig-Holstein werden. Das engmaschige Servicestellennetz solle erhalten bleiben. Die Arbeitsplätze der insgesamt 7600 Beschäftigten würden durch die Vereinigung gesichert, hieß es.
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29. Juni 2010

AOKen in Sachsen, Thüringen und Hessen fusionieren

Die AOK in Sachsen, Thüringen und Hessen wollen sich zum Jahresanfang 2011 zusammenschließen. Die neue Krankenkasse „AOK Plus – die Gesundheitskasse“ wird dann die viertgrößte Kasse in Deutschland sein. Die Verwaltungsräte der drei AOKen haben die Fusion bei einem Treffen Ende Juni in Weimar beschlossen. Hauptsitz der AOK plus soll Dresden werden. „Dieser Zusammenschluss kann die Gesundheitskasse in allen drei Bundesländern weiter stabilisieren und uns viele Vorteile sichern“, zeigte sich Viktor Bernecker, der Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK PLUS, zuversichtlich. Er betonte, die Kasse werde ohne Zusatzbeitrag ins Jahr 2011 gehen. Die AOK Plus wird in Sachsen, Thüringen und Hessen mit 4,2 Millionen Versicherten starten. Das dichte Filialnetz in den drei Bundesländern würde erhalten, heißt es in der Mitteilung. Die fusionierte Kasse hat rund 8500 Mitarbeiter. Das jährliche Haushaltsvolumen beträgt rund zwölf Milliarden Euro.
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18. Mai 2010

Vertrag mit der Knappschaft

Anfang Mai haben der Zentralverband der Podologen und Fußpfleger Deutschlands (ZFD) und der Verband Deutscher Podologen (VDP) mit der Knappschaft neue bundesweit gültige Verträge auf Grundlage von § 125 Absatz 2 SGB V abgeschlossen.

Der Vertrag ist rückwirkend zum 1. Februar 2010 für die podologischen Leistungen gültig. Die wichtigsten Änderungen sind:
• Keine 2% Skonto-Klausel mehr;
• Aufgabe der Differenzierung der Preise zwischen 1-Raum-und Mehrraumpraxen;
• Anhebung der derzeit gültigen Höchstpreise um 2% (Ost) und 0,75% (West).
Für die podologische Komplexbehandlung (Nr. 78003) gibt es somit in den östlichen Bundesländern 20,66 Euro, in den westlichen 26,40 Euro. Weitere Preise gibt es hier.
Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2011.

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26. April 2010

Europaweite Kampagne zu Hautkrebs

In der europaweiten „Euro-Melanomawoche 2010“ vom 3. bis 8. Mai wollen die Hautärzte verstärkt über das Risiko Hautkrebs aufklären. Ziel der Aktion sei, das Bewusstsein für die Hauterkrankung zu schärfen und auf rechtzeitige Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen hinzuweisen, sagte der Generalsekretär der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Rudolf Stadler, Ende vergangener Woche in Berlin. Während der „Euro-Melanomawoche 2010“, an der mehr als 20 Länder teilnehmen, wird es bundesweit zahlreiche Veranstaltungen geben. Mehr Infos unter www.euromelanoma.de.
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20. April 2010

Dienstleister für die Arbeitsschutz-Betreuung frei wählbar

Die Berufsgenossenschaft Gesundheit und Wohlfahrt (BGW) distanziert sich von missverständlichem Werbeschreiben ihres Kooperationspartners BKFD. Der Bundesverband Kosmetik und Fußpflegebetriebe Deutschlands (BKFD) hat als Kooperationspartner der BGW für die Arbeitsschutz-Betreuung (BuS-Betreuung) kürzlich ein missverständliches Werbeschreiben an Mitgliedsbetriebe der BGW verschickt. Die BGW weist darauf hin, dass diese Aktion nicht mit ihr abgesprochen war, dass sie dafür keine Daten von Mitgliedsbetrieben zur Verfügung gestellt hat und dass sie mit dieser Art der Kundengewinnung nicht einverstanden ist.

Um Missverständnissen vorzubeugen, stellt die BGW zudem Folgendes klar:
• Betriebe müssen nur dann eine Arbeitsschutz-Betreuung (BuS-Betreuung) organisieren, wenn Arbeitnehmer beschäftigt werden.
• Der Dienstleister für die Arbeitsschutz-Betreuung ist grundsätzlich frei wählbar.
• Je nach Unternehmensgröße kommen unterschiedliche Betreuungsformen in Frage.
• Betriebe müssen ihre Arbeitsschutz-Betreuung keinem Berufsverband gegenüber nachweisen, sondern ausschließlich der BGW melden.

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19. April 2010

Mehr Geld von der AOK

Der Bundesverband der AOK, der Zentralverband der Podologen und Fußpfleger Deutschland (ZFD) und der Verband Deutscher Podologen (VDP) haben sich auf einen gemeinsamen Vertrag für die Vergütung podologischer Leistungen geeinigt. Leider sind nicht alle Landesvertretungen der AOK dem Vertrag beigetreten. Zusammenfassend sieht das Ergebnis wie folgt aus:

Im alten Bundesgebiet
- Anhebung der Vergütungssätze ab 1. Januar 2010 auf 26,20 Euro.
- Anhebung der Vergütungssätze ab 1. Juni 2010 auf 26,54 Euro.
Laufzeit bis Ende 2010
Einzelheiten gibt es hier.

Im neuen Bundesgebiet
Anhebung der Vergütungssätze ab 1. Januar 2010 auf 20,08 Euro.
Strukturelle Anhebung der Komplexbehandlung auf 21 Euro zum 1. September 2010
Laufzeit bis 31. August 2011
Einzelheiten gibt es hier.

Dieses Ergebnis wird von der AOK Sachsen-Anhalt nicht mitgetragen, da sie sich in einem Schiedsgerichtverfahren mit dem Physiotherapeutenverband befindet. Außerdem erkennen folgende Landesvertretungen der AOK den Vertrag nicht an:
1. AOK Berlin (haben einen eigenen Landesvertrag)
2. AOK BaWü (haben einen eigenen Landesvertrag)
3. AOK Hessen (haben einen eigenen Landesvertrag)
4. AOK Saarland (haben einen eigenen Landesvertrag)
5. AOK Hamburg (in HH gilt ein gemeinsamer Primärkassenvertrag)

Mit diesen Landeskrankenkassen werden separate Verhandlungen geführt werden müssen.

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15. April 2010

Informationen zum Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Das Bundesfamilienministerium hat dazu nun eine Download-Broschüre veröffentlicht. Die Broschüre "Mutterschutzgesetz - Leitfaden zum Mutterschutz" informiert über die wesentlichen Aspekte des Mutterschutzes: Rechte und Pflichten gegenüber dem Arbeitgeber, Leistungen der Krankenkasse und das Mutterschaftsgeld.
Die Broschüre ist als 64-seitiges PDF-Download veröffentlicht.

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30. März 2010

Vereint für eine „ganzheitliche Versorgung“

Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat einen neuen Fachbereich „Diabetes“ gegründet. Er vereint Hersteller und Händler aus den Bereichen Insulinpumpentherapie und kontinuierliche Glukosemessung. Ziel des Fachbereichs ist es, die Auswirkungen der Volkskrankheit Diabetes und moderne Therapiemöglichkeiten darzustellen sowie die Vorteile einer ganzheitlichen Versorgung durch Hersteller und Händler für den Diabetes-Patienten aufzuzeigen. „Die Schulung und Motivation der Patienten ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Therapie“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt zur Gründung des Fachbereichs Diabetes.
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22. März 2010

DVD "Kleiner Stich mit Folgen"

Nadelstichverletzungen zählen zu den häufigsten Arbeitsunfällen im Gesundheitsdienst. Wer bei seiner Arbeit mit spitzen Gegenständen arbeitet, weiß, wie schnell man sich daran verletzen kann. Nadelstichverletzungen die zunächst sehr klein und harmlos erscheinen und vom Betroffenen oft gar nicht wahrgenommen werden, können zu einer ernstzunehmenden Infektion führen. Die überarbeitete DVD-ROM „Kleiner Stich mit Folgen“ Version 2009 der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen informiert über Nadelstichverletzungen und wie man Infektionen vorbeugen kann.
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22. März 2010

Neue Internetplattform informiert über Prävention

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet im Rahmen der „Kooperation für nachhaltige Präventionsforschung“ (KNP) eine neue Internetplattform. Initiiert und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), soll KNP die Ergebnisse der Präventionsforschung bekannt machen und ihre Umsetzung fördern.
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17. März 2010

Mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen

Im Jahr 2008 wurden im Gesundheitswesen rund 76.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Das waren 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit waren insgesamt rund 4,6 Millionen Menschen oder etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen tätig. Seit dem Jahr 2000 ist das Personal im Gesundheitswesen um insgesamt 500.000 Beschäftigte beziehungsweise 12,2 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.
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