Trittsicher durchs Leben

Eine neue Gesundheitskampagne „Trittsicher durchs Leben“ soll ältere Menschen dabei unterstützen, auf sichere Weise möglichst lange mobil zu bleiben. Dabei sind besonders ländliche Regionen im Visier der Initiatoren.

Die Kampagne umfasst Bewegungskurse, Vor-Ort-Beratungen und Osteoporose-Vorsorgetermine. In ihrem Rahmen sollen bis Oktober 2017 mehr als 10.000 Frauen zwischen 75 und 80 Jahren kontaktiert werden.

Die Aktion richtet sich außerdem an Männer und Frauen zwischen 75 und 85 Jahren, die in den vergangenen fünf Jahren einen Knochenbruch erlitten haben.

„Gerade auf dem Land sind Bewegungs- und Sturzpräventionsangebote wichtig. Bisher sind diese nämlich dort sehr rar“, sagte Kilian Rapp, Oberarzt in der Klinik für geriatrische Rehabilitation am Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart und Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG).

Die Bewegungskurse sind kostenlos und stehen grundsätzlich allen älteren Menschen offen, unabhängig von ihrer Krankenkassenzugehörigkeit. Organisiert und beworben werden sie von den Landfrauen, der Unterricht wird von Übungsleitern der Sportvereine oder Physiotherapeuten durchgeführt. Hierzu haben im vergangenen Jahr Mitarbeiter des Robert-Bosch-Krankenhauses 700 Kursleiter geschult.

Neben den kurzfristigen, individuellen Erfolgen erhoffen sich die Kooperationspartner, die Gesundheitsangebote im ländlichen Raum dauerhaft zu stärken. „Am Ende werden wir evaluieren, wie gut es uns gelungen ist, die Versorgungsstrukturen und -prozesse nachhaltig zu verbessern, und inwieweit die Frakturrate dadurch beeinflusst werden kann“, so Rapp. 

Die Kampagne „Trittsicher durchs Leben“ wird durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert und von den Kassenärztlichen Vereinigungen der beteiligten Bundesländer, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Dachverband Osteologie unterstützt.

Träger der Initiative sind die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG), der Deutsche Landfrauenverband, der Deutsche Turner-Bund und das Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart