Hilfe bei Demenzpflege

Ein neuer Ratgeber der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) will pflegende Angehörige unterstützen, ihren Alltag mit einem demenziell erkrankten Partner besser zu meistern. Den Ratgeber gibt es hier.

 

Die Versorgung eines Demenzkranken führt viele pflegende Angehörige an ihre psychischen und körperlichen Grenzen. Dies macht auch eine repräsentative Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege deutlich. 83 Prozent der Befragten, die Erfahrung in der Pflege eines Menschen mit Demenz haben, empfinden die Pflege als belastend. Emotionale Aspekte spielen hierbei die Hauptrolle. Für die meisten ist der Verlust der Persönlichkeit des vertrauten und geliebten Partners das größte Problem.

Wie pflegende Partner den Alltag so meistern können, dass sowohl die eigenen Bedürfnisse als auch die des demenziell erkrankten Partners berücksichtigt werden, zeigt der heute veröffentlichte Demenzratgeber des ZQP. Anhand von Fallbeispielen und Interviews mit Betroffenen erhalten pflegende Angehörige lebenspraktische Tipps u. a. zu Kommunikation, Verhalten und Wohnraumanpassung. Zudem liefert er Hinweise, wie der Krankheitsverlauf der Demenz stabilisiert werden kann. 

Der ZQP-Ratgeber bietet leicht verständliches Hintergrundwissen zum Thema Demenz. Dazu geben Angehörige demenzkranker Menschen dem Leser aus eigener Erfahrung Alltagstipps zum Umgang mit kleinen und größeren Schwierigkeiten, beispielsweise: Wie gehe ich mit neuen Rollen in unserer Partnerschaft um? Wie können wir uns verständlich machen? Was kann meinem Partner helfen, sich in unserer Wohnung besser zurechtzufinden? Was kann ich tun, wenn mein Partner nicht genug isst oder trinkt? Wie schaffe ich mir meine Freiräume? Und was, wenn ich die Geduld verliere?

Darüber hinaus hält die Publikation Informationen zu Leistungen der Pflegeversicherung sowie weiteren Unterstützungsangeboten und Serviceadressen bereit.