Grünes Rezept mit neuem Hinweis

Das Grüne Rezept, das Ärzte für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ausstellen können, wurde überarbeitet. Es enthält jetzt den Hinweis, dass einzelne Krankenkassen die Kosten für bestimmte nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel als Satzungsleistung übernehmen. Darüber informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

„Dieses Rezept können Sie bei vielen gesetzlichen Krankenkassen zur Voll- oder Teilerstattung als Satzungsleistung einreichen.“

Dieser Satz auf dem Grünen Rezept löst nach Angaben des Deutschen Apothekerverbands ab sofort den alten, nicht mehr zutreffenden Hinweis ab, wonach Patienten das Grüne Rezept nicht zur Erstattung bei den gesetzlichen Krankenkassen einreichen könnten.

Das Grüne Rezept ist eine Empfehlung des Arztes, wenn er die Anwendung eines nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittels aus medizinischer Sicht für notwendig erachtet. Gleichzeitig soll es dem Patienten als Merkhilfe bezüglich Name, Wirkstoff und Darreichungsform dienen.

Das Rezept, das auf grünem Papier gedruckt ist, wurde 2004 eingeführt, nachdem apotheken-, aber nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel – sogenannte OTC-Arzneimittel (OTC = „over the counter“) – bis auf wenige Ausnahmen aus der Erstattungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung herausgenommen worden sind.

Seit Inkrafttreten des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes am 1. Januar 2012 dürfen die Krankenkassen die Erstattung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel jedoch als Satzungsleistung anbieten. Davon machen viele Krankenkassen Gebrauch.

In erster Linie werden pflanzliche, homöopathische und anthroposophische Arzneimittel erstattet.

Für die Kostenerstattung eines solchen Medikaments kann der Versicherte die Quittung aus der Apotheke zusammen mit dem Grünen Rezept bei seiner Krankenkasse einreichen.