Nationaler Aktionsplan gegen Virushepatitis vorgestellt

Mit dem „Aktionsplan für eine nationale Strategie gegen Virushepatitis in Deutschland“ wollen acht Institutionen die Bevölkerung für die Gefahren der Virushepatitis sensibilisieren sowie Vorschläge für Maßnahmen zu Prävention und Therapie unterbreiten. Ziel des Aktionsplans ist es dabei, Infektionen künftig zu vermeiden und bereits bestehende Infektionen zu erkennen und zu behandeln.

In Deutschland sind vermutlich mehr als eine Million Menschen von einer chronischen viralen Entzündung der Leber betroffen, davon sind über 500.000 Menschen mit dem Hepatitis B und 400.000 bis 500.000 Menschen mit dem Hepatitis C-Virus infiziert.

Viele wissen nicht einmal davon. Von den diagnostizierten Patienten erhält nur eine Minderheit eine angemessene Behandlung, obwohl wirksame Therapien zur Verfügung stehen. Jedes Jahr sterben zahlreiche Menschen an den Folgen einer Virushepatitis. Die Kosten durch die starke Verbreitung der Virushepatitis sind enorm, aufgrund mangelnder Daten jedoch schwer zu beziffern.

Mit dem "Aktionsplan für eine nationale Strategie gegen Virushepatitis in Deutschland", gibt es nun erstmals ein gemeinsam erarbeitetes Papier von insgesamt acht Institutionen mit Vorschlägen für dringend notwendige Maßnahmen zur Prävention und für die medizinische Behandlung der Virushepatitis.

Die beteiligten Institutionen sind die Deutsche Leberstiftung, die Deutsche Leberhilfe e.V. und das Aktionsbündnis "Hepatitis und Drogenbrauch" (mit der Deutschen AIDS-Hilfe, akzept e.V., dem JES-Bundesverband, dem Bundesverband der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit sowie der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin).

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