Mehr Ärzte, aber weniger Niedergelassene

Im Jahre 2012 ist die Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte um 1,9 Prozent auf 348.695 gestiegen. Das waren 6.632 mehr als im Vorjahr, wie die Bundesärztekammer (BÄK) berechnet hat.

Mit insgesamt 11.891 Anerkennungen von Facharztbezeichnungen ist die Zahl der Zugänge an Fachärzten gegenüber den 11.548 Anerkennungen im Jahr 2011 leicht gestiegen. Stark zugenommen hat die Zahl der ausländischen Ärzte mit einer Steigerung um 14,8 Prozent (4193 Ärzte) auf insgesamt 32.548. Ins Ausland abgewandert sind 2012 den Angaben zufolge 2.241 Ärztinnen und Ärzte. Ein Drittel von ihnen stammte aber auch aus dem Ausland.

 

Die Hälfte der berufstätigen Ärzte (50,1 %) war 2012 laut BÄK-Statistik am Krankenhaus tätig. Ihre Zahl ist im Vergleich zu 2011 um 2,9 Prozent gestiegen. Am meisten neue Krankenhausärzte meldeten Niedersachsen (4,0 %), Thüringen (4,0 %), das Saarland (3,9 %) und Nordrhein (3,7%). Der Frauenanteil unter den Klinikärztinnen hat nur leicht von 45,3 Prozent im Jahr 2011 auf nun 45,9 Prozent zugenommen. Gleichzeitig hat sich die Altersstruktur etwas verschlechtert. Der Anteil der über 59-Jährigen stieg von 5,3 auf 5,9 Prozent, während der Anteil der unter 35-Jährigen von 32,5 auf 31,9 Prozent sank.

Sehr viel langsamer als die Zahl der Krankenhausärzte ist die Zahl der ambulant tätigen Ärzte gewachsen. Sie nahm um 0,8 Prozent auf 144.058 am 31. Dezember 2012 zu. Zugenommen hat vor allem die Zahl der angestellten Ärzte in der ambulanten Versorgung. Sie stieg deutlich von 18.843 auf 20.845. Gleichzeitig verzeichneten die niedergelassenen Ärzte einen Rückgang um 0,6 Prozent auf 123.213. Der Anteil der Ärztinnen in der ambulanten Versorgung ist von 40,4 auf 41,1 Prozent gestiegen. Die Altersstruktur hat sich im ambulanten Bereich stärker als im stationären verschlechtert. Der Anteil der mindestens 60-Jährigen nahm von 25,1 auf 27,3 Prozent zu.