Diabetes: Politik soll gesunden Lebensstil fördern

 

Die Deutsche Diabetes-Hilfe möchte mehr Förderung für einen gesunden Lebensstil erreichen. Dazu stellte sie zehn Forderungen an die Politik, um Diabetes-Typ-II bei Kindern und Jugendlichen einzugrenzen. Sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind laut der Deutschen Diabetes-Hilfe adipös, weitere 13 Prozent übergewichtig.

 

 Das überall vorhandene Überangebot an stark zucker- und fetthaltigen Produkten erschwere es vielen Menschen, ihre Ernährung dauerhaft umzustellen, so Deutsche Diabetes-Hilfe Gerade Kinder und Jugendliche könnten bei süßen Riegeln, Chips und Limonade nur schwer wider­stehen. Auch der Einstieg in den Sport falle übergewichtigen Kindern und Teenagern schwer. Sie hätten Angst, mit den normalgewichtigen Altersgenossen nicht mithalten zu können. „Ein erster Schritt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, wäre, das Sport­angebot in Schulen auszubauen und eine ausgewogenere Ernährung in Schulkantinen anzubieten“, so die Gesellschaft.

 Im Einzeln fordert die Selbsthilfegruppe von der Politik:

- die Einrichtung einer Fett- und Zuckersteuer gegen Übergewicht;

- jeden Tag eine volle Stunde Sport in der Schule;

- kein Verkauf von Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken an Schulen;

- Trinkwasserstationen an allen Schulen und Betrieben;

- Ausweisung von Broteinheiten (BE) auf verpackten Lebensmitteln;

- Nährwertkennzeichnung in Kettenrestaurants direkt neben der Preisauszeichnung;

- Ampelkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung;

- keine Werbung für übergewichtsfördernde Lebensmittel und Getränke, die sich an Kinder und Jugendliche wendet;

- Einhaltung von Qualitätsstandards für die Schulverpflegung und in Betriebskantinen;

- sowie die betriebliche Gesundheitsförderung zu stärken.