Meldefrist für Infektionskrankheiten ist verkürzt

Seit Karfreitag gelten durch ein Gesetz in Deutschland kürzere Meldefristen für Infektionskrankheiten. Laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) soll dadurch die Zeit von der Arztpraxis oder dem Labor über die zuständige Landesstelle zum Robert-Koch-Institut (RKI) nur noch drei bis fünf Tage betragen.

Bisher konnte es bis zu 16 Tage dauern, bis meldepflichtige ärztliche Diagnosen und Labornachweise den Gesundheitsämtern und dem RKI vorlagen. Von den neuen gesetzlichen Bestimmungen verspricht sich das Ministerium einen besseren Schutz der Bürger.

 

Dem BMG zufolge sind mit dem Gesetz noch weitere wichtige Änderungen im Bereich Infektionsschutz in Kraft getreten. Dazu zählt die Meldepflicht für Rötelninfektionen, Mumps, Keuchhusten und Windpocken. Das Gesetz enthält außerdem detaillierte Regelungen darüber, wie die Internationalen Gesundheitsvorschriften in Deutschland umgesetzt werden, die dem Schutz der Gesundheit vor einer grenzüberschreitenden Ausbreitung von bedrohlichen Krankheiten dienen.