Ärzte dürfen nicht ungefragt Hilfsmittelerbringer empfehlen

Die Stiftung Gesundheit berichtete, dass das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig einem HNO-Arzt wettbewerbswidriges Verhalten nachgewiesen hat (Urteil vom 14.01.2013, Az. 6 U 16/11). Der Arzt hatte einem Patienten ungefragt zwei Hörgeräteakustiker empfohlen. Der Patient verneinte die Frage, ob er bereits über einen Hörgeräteakustiker verfüge.

 

Daraufhin empfahl der Arzt einen Akustiker aus dem eigenen Gebäude und händigte dem Patienten für einen weiteren eine Wegbeschreibung aus. Dies verstößt laut dem OLG gegen die Berufsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein. Nach dieser dürfen Ärzte Patienten nicht ohne aussagekräftigen Grund an bestimmte Hilfsmittelerbringer verweisen. Die beiden empfohlenen Akustiker hatten sich in ihrer Qualität nicht als besser erwiesen als alle anderen.