Praxisgebühr vor dem aus


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Der Widerstand gegen die Praxisgebühr wächst: Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Saarbrücken stellten sich am 28. Juni elf von 16 Bundesländern hinter einen Antrag zur Abschaffung der Gebühr, wie Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) mitteilte. Zu den Befürwortern des Hamburger Antrags zählten demnach die Ministerien, die von SPD, Grünen und Linken geführt werden sowie das CDU-regierte Hessen. Das notwendige Quorum von 13 Stimmen für einen offiziellen Beschluss wurde aber nicht erreicht. Ziel der Gebühr bei ihrer Einführung 2004 war es, einen Beitrag zur finanziellen Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung zu leisten und die Zahl der Ärztekontakte sowie das sogenannte „Ärztehopping" einzugrenzen. "Beides wurde offensichtlich nicht erreicht", bemängelte Prüfer-Storcks. Deutlich werde dies an der steigenden Zahl der Behandlungsfälle von rund 473 Millionen im Jahr 2004 auf 564 Millionen im Jahr 2009.