AOK-Fusion im Südwesten genehmigt

Der Fusion der AOK Rheinland-Pfalz mit der AOK Saarland steht nun nichts mehr im Wege. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat den Zusammenschluss nun genehmigt. Die neue Kasse mit ihren rund 1,2 Millionen Versicherten gehöre bundesweit zu den Top 15 der gesetzlichen Krankenkassen, sagte Gesundheitsministerin Malu Dreyer (SPD) in Mainz. Die neue Kasse könne am 1. März starten und werde mit etwa 3.700 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Südwesten sein. Den Angaben zufolge soll es in Rheinland-Pfalz künftig sechs Bezirksdirektionen und im Saarland eine Landesdirektion und darüber hinaus Kundescenter geben. Derzeit gebe es 86 solche Anlaufstellen in beiden Bundesländern. Laut AOK wird der Hauptsitz im pfälzischen Eisenberg sein. Das Saarland soll einen Sonderstatus mit eigenständigen Rechten und Pflichten erhalten. Die Vorstandschefs Walter Bockemühl und Karlheinz Delarber kündigten bereits im Dezember an, dass die Kasse auch nach der Fusion keine Zusatzbeiträge erheben werde. Zudem werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Im vergangenen Jahr war eine Fusion mit der IKK Südwest überraschend gescheitert. Hintergrund war ein Streit über den künftigen Markenauftritt und das Logo der gemeinsamen Kasse.