Ende des Jahres ist Schluss


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Das Bundesversicherungsamt (BVA) wird die BKK für Heilberufe wegen fehlender dauerhafter Leistungsfähigkeit mit Ablauf des 31. Dezember 2011 schließen. 113.000 Versicherte müssen sich eine andere Krankenkasse suchen. „Bedauerlicherweise haben die in den letzten Jahren ergriffenen Sanierungsmaßnahmen letztlich nicht zum Erfolg geführt, so dass wir diese insbesondere für die Versicherten und Beschäftigten der Krankenkasse schmerzhafte Entscheidung treffen mussten“, erklärte der Präsident des Bundesversicherungsamtes, Dr. Maximilian Gaßner. Die BKK für Heilberufe habe bereits seit mehreren Jahren und damit auch schon vor Einführung des Gesundheitsfonds unter erheblichen wirtschaftlichen Problemen und deutlich rückläufigen Mitgliederzahlen gelitten. Der BKK Bundesverband rechnet mit Schließungskosten von 53 Millionen Euro, die zulasten des BKK Haftungsverbundes gingen. Die bisherigen Versicherten der BKK für Heilberufe müssen sich um ihren Versicherungsschutz keine Sorgen machen. Dieser bleibt lückenlos bestehen. Sie können unabhängig von Alter und Gesundheitszustand in jede in ihrem Bundesland geöffnete gesetzliche Krankenkasse wechseln, die sie ohne weiteres aufnehmen muss. Die BKK für Heilberufe wird alle ihre Mitglieder in Kürze ausführlich über die Folgen der Schließung und den erforderlichen Krankenkassenwechsel informieren. „Den Versicherten rate ich dazu, sich sorgsam über die in Frage kommenden Krankenkassen zu informieren und sich am besten vor Ablauf der Schließungsfrist für eine neue Krankenkasse zu entscheiden“, so Dr. Gaßner weiter. Der GKV-Spitzenverband und der Ersatzkassenverband vdek äußerten sich am Mittwoch zuversichtlich, dass ein Kassenwechsel für die rund 113.000 verbliebenen Mitglieder der BKK für Heilberufe reibungslos vonstattengehen werde. Die Barmer GEK als größte gesetzliche Kasse sieht sich auf die Aufnahme der Versicherten optimal vorbereitet. Die AOK teilte mit, bei ihr sei jedes Mitglied der BKK für Heilberufe willkommen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte der „Rheinischen Post“: „Die Krankenkassen haben jetzt die Chance, ihren Imageschaden zu korrigieren.“ Sie müssten Versicherte ohne Ansehen von Alter und Gesundheit aufnehmen. Auch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken und andere Leistungserbringer müssen aufgrund der Schließung keine Nachteile befürchten. Ihre Forderungen werden von der BKK für Heilberufe erfüllt. Sowohl der BKK Bundesverband als auch der BKK Landesverband Nordwest werden den Prozess der Abwicklung begleiten und unterstützen.