Masseure können podologische Leistungen abrechnen


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Die Zulassung von Masseuren und medizinischen Bademeistern zur Behandlung des diabetischen Fußes bleibt bestehen, wenn sie vor dem Inkrafttreten des Podologengesetzes im Jahr 2002 erworben wurde. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden. So lautet eine noch nicht schriftlich niedergelegte Urteilsfassung des BSG vom 7. Oktober 2010. (AZ: B 3 KR 12/09 R) Masseure dürfen medizinische Fußpflege erbringen. Masseure, die nach dem Berufsgesetz und den Ausbildungs- und Prüfungsordnungen von 1954 ausgebildet worden sind, haben medizinische Fußpflege vermittelt bekommen. Dies wurde weder durch das Podologengesetz vom 01.01.2002 noch durch die Neufassung des am 01.01.1989 in Kraft getretene SGB V geändert. Deshalb dürfen nach diesem Recht ausgebildete Masseure und med. Bademeister die medizinische Fußpflege (Leistungen am diabetischen Fuß) erbringen und nach Ansicht des Bundessozialgerichts bei den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. So lautet eine noch nicht schriftlich niedergelegte Urteilsfassung des BSG vom 07.10.2010. Mit dieser Entscheidung hat das BSG einem Masseur und medizinischen Bademeister recht gegeben, der Leistungen der medizinischen Fußpflege abrechnen wollte – und das in Zukunft auch darf. Der klagende Masseur hatte seit April 1983 eine Zulassung, die es ihm auch gestattete, Leistungen der medizinischen Fußpflege zu erbringen. Nach Verabschiedung des Podologengesetzes (PodG) beantragte er eine Zulassungserweiterung, die die Krankenkasse ablehnte. Zu Unrecht, wie das BSG jetzt entschied. Das PodG habe an seiner ursprünglichen Zulassung nichts geändert, entschied das Gericht. Deshalb hätte der Masseur seine Leistungserbringung im Bereich der medizinischen Fußpflege in der Vergangenheit auch zu Recht mit der Beklagten und anderen Krankenkassen abrechnen können. Der Hinweis der Krankenkasse, jetzt stünden genügend Podologen als besser qualifizierte Leistungserbringer zur Verfügung, wurde vom BSG als nicht relevant verworfen.