Zahl der Hautkrebs-Neuerkrankungen in Bayern stagniert


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In Bayern stagniert die Zahl der Neuerkrankungen beim schwarzen Hautkrebs. Das ist das Ergebnis des ersten Bayerischen Hautkrebsberichtes. Demnach sind die Zahlen seit 2002 mit rund 14 neuen Fällen pro 100000 Einwohner konstant. „Prävention und Früherkennung bleiben aber weiter unerlässlich“, betonte der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) bei der Vorstellung des Berichts Mitte Juli in Nürnberg. Denn die Zahl der Neuerkrankungen am weißen Hautkrebs ist in Bayern von 2002 bis 2006 deutlich gestiegen. Bei Männern kam es zu einem Anstieg von 25 auf 38, bei Frauen von 13 auf 23 Neuerkrankungen pro 100000 Einwohner. „Der Hautkrebsbericht zeigt auch, dass sich die Überlebenschancen in den vergangenen Jahren verbessert haben“, sagte Söder. So stieg die Fünf-Jahre-Überlebensrate seit den 70er Jahren bei den Männern von 75 auf 85 Prozent. Bei den Frauen ist ein Anstieg von 80 auf 90 Prozent zu verzeichnen. „Dies ist sicher auch verbesserter Früherkennung und einem wachsenden Bewusstsein der Menschen zu verdanken“, so Söder. Seit Juli 2008 besteht für alle gesetzlich Krankenversicherten ab dem 35. Lebensjahr mindestens alle zwei Jahre Anspruch auf eine Hautkrebs-Früherkennungsuntersuchung. Dieses Angebot haben 2009 allerdings nur 30 Prozent der Zielgruppe wahrgenommen. Söder appellierte daher, die kostenlose Untersuchung zu nutzen: "Hautkrebs ist nahezu immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird". Weiße Hautkrebstypen sind weniger gefährlich als schwarzer Hautkrebs, da sie besser behandelbar sind. Wesentliche Ursache ist auch hier langjährige Belastung durch UV-Strahlung.