Europaweite Kampagne zu Hautkrebs

In der europaweiten „Euro-Melanomawoche 2010“ vom 3. bis 8. Mai wollen die Hautärzte verstärkt über das Risiko Hautkrebs aufklären. Ziel der Aktion sei, das Bewusstsein für die Hauterkrankung zu schärfen und auf rechtzeitige Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen hinzuweisen, sagte der Generalsekretär der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Rudolf Stadler, Ende vergangener Woche in Berlin. Während der „Euro-Melanomawoche 2010“, an der mehr als 20 Länder teilnehmen, wird es bundesweit zahlreiche Veranstaltungen geben. Mehr Infos unter www.euromelanoma.de. In Deutschland waren 2008 rund 133.600 Hautkrebs-Neuerkrankungen registriert worden. Hautkrebs ist damit die am häufigsten auftretende Tumorerkrankung in Deutschland. Werde diese zu spät erkannt, führe sie auch heute noch sehr häufig zum Tod, sagte Stadler. Hautkrebs sei auch nicht ein Problem des hohen Alters. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liege heute deutlich unter 60. Der Generalsekretär des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen, Klaus Fritz, sagte, dass seit Einführung des gesetzlichen Hautkrebsscreenings 2008 rund 20 Millionen Bundesbürger diese Leistung genutzt haben. Dadurch sei die Zahl der frühzeitig entdeckten Hautkrebserkrankungen gestiegen.