Frauen verursachen höhere Krankheitskosten

Durchschnittlich 2.870 EUR wurden in Deutschland im Jahr 2006 für jeden Einwohner zur Gesunderhaltung und zur Behandlung von Krankheitsfolgen ausgegeben. Das belegt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Themenheft 48 zur „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“. Insgesamt waren es 236 Milliarden Euro. Wie sich zeigte, entfielen 57,6 Prozent der Krankheitskosten auf Frauen. Das erklärt sich laut RKI-Bericht daraus, dass Frauen durchschnittlich älter sind als Männer und somit im höheren Alter, weil dann vielfach allein stehend, häufiger professionelle Pflege benötigen. Auch entstehen Kosten durch Schwangerschaft und Geburt.Krankheiten des Kreislaufsystems verursachten mit 14,9 Prozent den größten Ausgabenanteil, gefolgt von Krankheiten des Verdauungssystems (13,8 %), Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (11,3 %) sowie psychischen und Verhaltensstörungen (11,3 %). Die Statistik belegt weiterhin, dass die Krankheitskosten mit dem Alter steigen. So verursachte ein 15-Jähriger 2006 im Durchschnitt 1.260 EUR an Ausgaben. Bei den 45- bis 64-Jährigen waren es durchschnittlich 2930 Euro. Menschen, die 85 Jahre und älter waren, verursachten Kosten in Höhe von 14.370 Euro pro Kopf, wobei die Hälfte dieser Kosten in Pflegeeinrichtungen entstand. "Krankheitskosten - GBE-Heft 48" ist in der Reihe "Gesundheitsberichterstattung des Bundes" erschienen. Download möglich unter www.rki.de.