Ältere Haut braucht mehr Sonnenschutz


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Ältere Haut ist besonders sonnenempfindlich, daher sollen Senioren den gleiche Sonnenschutz wie Kinder anwenden, rät das Deutsche Grüne Kreuz (DGK). Im Alter verlangsame sich die Zellteilung, die Haut werde dadurch trockener und sensibler. Sie benötige folglich mehr Zeit, um sich von Sonnenschäden zu erholen. Hinzu komme, dass ältere Menschen oft schon Spätfolgen von früheren Sonnenschäden haben. Denn die Haut merke sich jeden Sonnenbrand, es könne aber bis zu 40 Jahre dauern, ehe die Schäden offensichtlich werden. So sind Lichtwarzen, Altersflecken oder eine starke Pigmentierung der Haut keine normalen Alterserscheinungen, sondern Spätfolgen der Sonneneinstrahlung. Hautärzte schätzen, dass die Anzahl der älteren Menschen, die an einem hellen Hautkrebs erkranken, zunehmen wird. Derzeit würden jährlich bis zu 200.000 Neuerkrankungen registriert. Gerade im Alter sollte daher auf verdächtige Hautveränderungen wie Rötungen, schuppige Stellen und Krusten geachtet werden, die unbedingt ein Hautarzt ansehen sollte. Sonnenschutz müsse bei älteren Menschen täglich stattfinden - am besten direkt am Morgen. Eine halbe Stunde, bevor das Haus verlassen wird, sollten sie sich mit einem Sonnenschutzmittel, das über einen Lichtschutzfaktor von 40 verfügt und vor UVB- und UVA-Strahlen schützt, gründlich eincremen. Eine Tagescreme mit integriertem Lichtschutzfaktor sei unzureichend, da dieser meistens viel zu gering sei. Besonders geschützt werden müssten Gesicht, Hals, Dekolleté, Handrücken und -innenflächen, Knöchel, Füße, Ohren und Nacken. Bei schütterem Haar oder Glatze sollte der Kopf unbedingt mit einer Mütze oder einem Hut geschützt werden. Denn sonst würden neben einem Sonnenbrand auch noch Kreislaufprobleme drohen. Einen eingeschränkten Schutz biete die Kleidung. Ein weißes T-Shirt verfüge nur über einen Lichtschutzfaktor 8. Höher liege er bei dichtem, dunklem Gewebe. Ganz sicher gehe man mit Kleidung, die über einen integrierten Lichtschutz verfügt. Diese gebe es beispielsweise in Trekkingsläden - und zum Wandern im Hochgebirge sei sie auch besonders zu empfehlen. Die Einnahme von Kalzium oder der Verzehr von karotinhaltigen Nahrungsmitteln baue keinen ausreichenden Sonnenschutz auf. Der Effekt tendiere gegen null. Medikamente wie Betablocker, einige Antibiotika und Johanniskraut erhöhen die Lichtempfindlichkeit - für alle, die diese Mittel einnehmen müssen, heiße es: Raus aus der Sonne.