Schutz vor Infektionen

Arbeitnehmer im Gesundheitswesen sollen besser vor Infektionen durch Schnittverletzungen geschützt werden. Darauf haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften im Rahmen einer EU-weiten Sozialpartnerübereinkunft geeinigt. Alljährlich ereignen sich über eine Million Fälle von Stichverletzungen durch Nadeln und andere scharfe medizinische Instrumente. „Schlimmstenfalls führen Verletzungen durch scharfe medizinische Instrumente zu Infektionen und Erkrankungen wie viraler Hepatitis oder AIDS. Dadurch entstehen unseren Gesundheitssystemen und der Gesellschaft insgesamt hohe Kosten“, erklärte Vladimír Špidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit. Mit der Übereinkunft soll eine Arbeitsumgebung geschaffen werden, die den Beschäftigten im Gesundheitswesen maximale Sicherheit bietet und diejenigen schützt, die besonderen Risiken ausgesetzt sind. Zudem ist die Festlegung einer integrierten Herangehensweise zur Bewertung und Vermeidung von Risiken sowie zur Schulung und Unterrichtung der Beschäftigten vorgesehen. Auf Antrag der europäischen Sozialpartner wird die Kommission – nach Prüfung der Repräsentativität der beteiligten Organisationen und der Übereinstimmung der Übereinkunft mit dem geltenden Recht – nach den Sommermonaten dem Rat gemäß Artikel 139 des EG-Vertrags einen Vorschlag zur Umsetzung der Übereinkunft durch eine Richtlinie unterbreiten.