Ausgaben für Heilmittel 2007 weiter gestiegen


Anzeige

Die Ausgaben der Krankenkassen für den Heilmittelbereich sind mit 4,1 Milliarden Euro auch 2007 deutlich gestiegen. Spitzenreiter bei den Verordnungen sind dabei die Allgemeinärzte. Das geht aus dem Heilmittelbericht 2009 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. 2006 hatten die Ausgaben noch 3,8 Milliarden Euro betragen. An den Gesamtausgaben der GKV hatte der Heilmittelbereich einen Anteil von 2,7 Prozent. Datenbasis des Berichts sind 38 Millionen Leistungen in der Ergo-, Sprach- und Physiotherapie sowie der Podologie mit 254 Millionen einzelnen Behandlungen für die 70,3 Millionen GKV-Versicherten. Im Durchschnitt erhielt jeder Versicherte damit 3,6 Behandlungen. Der Bereich der Podologischen Therapie ist sowohl vom Verordnungsvolumen als auch vom Umsatz im Vergleich zu den drei anderen Bereichen für eine eigene Darstellung zu klein und floss dabei in die Zahlen der Physiotherapie ein. Pro Versichertem gaben die Kassen rein rechnerisch 57,77 Euro aus, davon 44,33 Euro für die Physiotherapie, 7,93 Euro für die Ergotherapie und 5,51 Euro für die Sprachtherapie. Vier von zehn Verordnungen stellten Allgemeinmediziner aus, Orthopäden rund ein Viertel. Beide Gruppen verordneten zu jeweils 90 Prozent überwiegend physiotherapeutische Leistungen. Rechnerisch kamen auf jeden der über 134000 Vertragsärzte damit 283 Heilmittelverordnungen.