Regelmäßiges Händewaschen schützt vor Erkältung

(9.1.2009)Infektionskrankheiten - von der einfachen Erkältung, über die Grippe bis hin zur Hirnhautentzündung - haben in den Wintermonaten ihre Hochzeit. Ein wirksamer Schutz ist das regelmäßige Händewaschen. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin. Es sollte schon im Vorschulalter zur Regel und für alle Familienmitglieder zur Gewohnheit werden, vor dem Essen, nach dem Toilettengang, nach dem Streicheln von Tieren, nach dem Schnäuzen oder Husten und beim Nachhausekommen die Hände zu waschen. Der BVKJ empfiehlt Eltern, sich häufig gemeinsam mit den Kindern die Hände mit warmen, aber nicht zu heißem Wasser zu waschen. Zuerst werden die Hände etwa 15 Sekunden gründlich eingeseift. Der Schaum sollte dabei auch zwischen die Finger und unter die Nägel gelangen und auch die Handgelenke dürften nicht vergessen werden. Damit Kindern bei der Prozedur nicht langweilig wird, könnten sie ein Lied singen. Nach dem Einseifen werden die Kinderhände gründlich abgespült, mit einem sauberen Handtuch abgetrocknet und eingecremt. Wie wirkungsvoll ein solches Vorgehen ist, zeigen eine Reihe von Studienergebnissen. Eine US-amerikanische konnte nachweisen, dass Zweitklässler, die die Hände richtig waschen, im Vergleich zu ihren Altersgenossen mit schlechter Handhygiene mehr als ein Drittel weniger Fehltage haben. Eine aktuelle Übersichtsarbeit legt nahe, dass regelmäßiges Händewaschen den Ausbruch von Durchfallerkrankungen in Gemeinschaftseinrichtungen in Industrieländern um etwa 40 Prozent reduzieren könnte.