Neue Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga

(1. 12. 2008) Mit deutlicher Mehrheit wählten am Samstag die Delegierten der 16 Landes- und drei Mitgliedsverbände der Deutschen Rheuma-Liga in Kassel die Rheumatologin Professor Dr. Erika Gromnica-Ihle zur Präsidentin der 250000 Mitglieder zählenden Hilfs- und Selbsthilfegemeinschaft rheumakranker Menschen. Gromnica-Ihle tritt die Nachfolge von Professor Dr. Christine Jakob an, die den Verband zwölf Jahre als Vertreterin der Betroffenen geleitet hat und nun das Amt der Ehrenpräsidentin bekleidet. Als Vizepräsidentinnen wählten die 62 Delegierten erneut Rotraut Schmale-Grede aus Baden-Württemberg sowie die Berlinerin Marion Rink. Sie tritt die Nachfolge von Helga Germakowski aus Nordrhein-Westfalen an, die nicht mehr für den Vorstand kandidierte. Ebenfalls in den Vorstand gewählt: Günter Deibert, Schatzmeister, Helga Jäniche, Schriftführerin, Werner Dau, Renate Brückner, Christel Kalesse, Borgi Winkler-Rohlfing als Beisitzer und Annegret Kruse, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, als Vertreterin der gesetzlichen Rentenversicherung. Gromnica-Ihle war 25 Jahre in der Berliner Charité und 18 Jahre als Chefärztin der Rheumaklinik Berlin-Buch tätig. Sie war sowohl in Leitungsfunktionen der wissenschaftlichen Gesellschaft der Rheumatologen (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) engagiert wie auch in der Patientenselbsthilfe. Die Rheumatologin war Mitbegründerin der Rheuma-Liga Ostberlin und Vorstandsmitglied der Lupus erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V. In der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie bekleidete sie zuletzt das Amt der Generalsekretärin und ist derzeit wissenschaftliche Leiterin der Rheumatologischen Fortbildungsakademie. Gromnica-Ihle verspricht Kontinuität in der Verbandsarbeit, aber auch Stärkung und weitere Profilierung der Patientenorganisation. Ihr Ziel: „Die Rheuma-Liga soll in der Öffentlichkeit deutlich sichtbarer aktiver Mitgestalter bei der Organisation der Verbesserung der Lebenssituation einschließlich der medizinischen Betreuung Rheuma-kranker Menschen werden und die Interessen der über acht Millionen ständig behandlungsbedürftiger Rheumatiker erfolgreich vertreten.“