Diabetes – Platz 8 in Europa

(8.10.08) Bei der Behandlung von Diabetikern erzielt Deutschland verglichen mit anderen europäischen Ländern nur mittelmäßige medizinische Erfolge. Unter 29 europäischen Ländern erreichte Deutschland daher nur Rang 8. Erstellt wurde der Index von dem Beratungsunternehmen Health Consumer Powerhouse (HCP). Die beste Betreuung erhalten Diabetes-Patienten demnach in Dänemark, gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Schlusslichter bilden Rumänien, Portugal, Zypern und Bulgarien. Der Diabetes-Index vergleicht die Gesundheitssysteme europäischer Länder aus der Sicht des Verbrauchers. Maßgeblich für die Leistungsfähigkeit der Diabetes-Versorgung waren die Kategorien Information, Rechte und Wahlfreiheit der Konsumenten, Ausgaben, Prävention, Zugang zu Verfahren und Ergebnisse. Für die Untersuchung wertete HCP öffentliche Statistiken aus und führte unabhängige Befragungen durch. „Deutschland besitzt ein äußerst großzügiges System mit einer ausgezeichneten Abdeckung von Komplikationsuntersuchungen für Diabetiker. Nur die Resultate sind überraschenderweise mittelmäßig“, kommentierte Beatriz Celloba Garrofé, Projektmanagerin für den Diabetes Index, das Ranking. Als zu hoch bezeichnete der Präsident des HCP, Johan Hjertqvist, beispielsweise die Zahl der Fußamputationen in Deutschland. Ein gutes Diabetes-Management müsse nicht teuer sein, so ein weiteres Ergebnis des Ländervergleichs. Wesentlich seien eine optimale Prävention und eine ausreichende Aufklärung der Bevölkerung über die Entstehung und die Risiken des Diabetes, wie das Beispiel Dänemark zeige. Das Unternehmen Pfizer hat den Ländervergleich finanziert.