Jeder fünfte Deutsche erkrankt an Hautkrebs

(25. 9. 2008) Jeder fünfte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an Hautkrebs. „Hautkrebs ist zu einer Volkskrankheit geworden“, sagte der Direktor der Hautklinik an der Charité, Wolfram Sterry, am Donnerstag zu Beginn des 4. Deutschen Hautkrebskongresses in Berlin. Schuld an der Zunahme sei übermäßiges Sonnenbaden. Wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt werde, bestünden jedoch sehr gute Heilungschancen. Auf dem Kongress wird eine Laserdiagnose vorgestellt, die das Herausschneiden von Gewebeproben überflüssig macht. Sterry sagte, Hautkrebs komme häufiger vor als alle anderen Krebsarten zusammengenommen. Jährlich werde bei rund 250.000 Menschen heller und in 16.000 Fällen dunkler Hautkrebs diagnostiziert. 2.000 Menschen sterben pro Jahr daran. Die Zahl der Menschen, deren Hautkrebs-Vorformen aufweise, sei um „ein Hundertfaches“ höher. Die Zahl bösartiger Hautveränderungen nimmt laut Sterry seit Jahrzehnten zu. "Sonnenbrände im Kindesalter schädigen die Stammzellen der Haut derart, dass noch nach Jahren oder Jahrzehnten bösartige Tumore auftreten können", sagte er. Bei den über 60-Jährigen erkranke sogar jeder zweite daran. Der Mediziner mahnte, die Vorbeugung von Hautkrebs müsse noch mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden.