Berlin wird schulgeldfrei

Foto: dragonstock/Adobe Stock
Foto: dragonstock/Adobe Stock

Anzeige
Eigenanzeige Podotrainer mobil

Zum Start des neuen, im Herbst beginnenden Ausbildungsjahres setzt das Land Berlin die Schulgeldfreiheit für die Gesundheitsfachberufe im Gesundheitswesen vollständig um. Hierfür wurden den Schulen in freier Trägerschaft Vereinbarungen angeboten, um auch ihnen einen Verzicht auf Schulgelder zu ermöglichen. 

Damit würden die noch rund 900 Berliner Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufen, deren Schulen keine Kooperationsvereinbarungen mit Kliniken abgeschlossen haben, laut Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung rückwirkend zum Beginn dieses Ausbildungssemesters vom Schulgeld befreit werden können. Im Ergebnis würden dann alle 3.350 Berliner Auszubildenden der Gesundheitsfachberufe kein Schulgeld mehr bezahlen müssen. Der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung stünden dafür Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro für 2022 und 4 Millionen Euro für 2023 im Doppelhaushalt zur Verfügung.

„In den letzten Monaten wurde mit Hochdruck an einer guten und rechtssicheren Lösung zur Umsetzung der Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe gearbeitet", sagt Gesundheitssenatorin Ulrike Gote. „Wir ermöglichen damit, dass nun alle Auszubildenden in den Gesundheitsfachberufen in Berlin kein Schulgeld mehr zahlen müssen. Die Schulgeldfreiheit steigert die Attraktivität der Ausbildungen und ist ein wichtiger Meilenstein, um die gesundheitliche Versorgung der Menschen in Berlin auch in Zukunft zu sichern.“

Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, übernimmt das Land Berlin damit bei der Frage der Schulgeldfreiheit mit dieser Übergangslösung die Verantwortung, nachdem die zugesicherte bundeseinheitliche Lösung zur Erreichung der Schulgeldfreiheit in allen Ausbildungen im Gesundheitswesen noch nicht umgesetzt wurde. Damit sei eine weitere wesentliche Hürde für die Entscheidung von Menschen gefallen, eine Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren.

 

Quelle: Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung | Redaktion: Cornelia Meier