Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober

Foto: Deutsche Gesellschaft für Angiologie
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Einer von vier Menschen weltweit stirbt an Erkrankungen, die durch Thrombosen verursacht werden. Das öffentliche Bewusstsein über Risikofaktoren, Anzeichen und Symptome von thromboembolischen Erkrankungen ist noch zu gering.

Mehr als 40.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen einer Lungenembolie – das sind mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle, Aids, Prostata- und Brustkrebs zusammen. Nach Herzinfarkt und Schlaganfall stellt die Lungenembolie damit die dritthäufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung dar. Viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden, wenn das Wissen über erste Anzeichen einer Thrombose oder über geeignete Prophylaxemaßnahmen in der Bevölkerung bekannt wäre. „Wir alle müssen endlich mehr tun, damit evidenzbasierte Thromboseaufklärung zu den Menschen kommt", fordert Prof. Rupert Bauersachs, Wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose, anlässlich des 9. Welt-Thrombose-Tag am 13. Oktober 2022.

Die Anzahl der Fälle von Patient*innen mit einer Venenthrombose ist noch um ein Vielfaches höher. Bei einer Thrombose bilden sich potenziell tödliche Blutgerinnsel, die, wenn sie nicht akut behandelt werden, zu einer venösen Thromboembolie oder Lungenembolie führen können. Einmal gebildet, kann ein Gerinnsel den normalen Blutfluss verlangsamen oder blockieren und sogar losbrechen und zu einem Organ wandern. Thrombose ist die oft vermeidbare zugrunde liegende Pathologie von Herzinfarkt, thromboembolischem Schlaganfall und venöser Thromboembolie (VTE), den drei häufigsten kardiovaskulären Ereignissen.

Hintergrund
Der Welt-Thrombose-Tag unterstützt das globale Ziel der WHO vorzeitige Todesfälle durch nicht übertragbare Krankheiten bis 2025 um 25 Prozent zu reduzieren. Der Welt-Thrombose-Tag wurde 2014 von der International Society on Thrombosis and Haemostasis (ISTH) als Reaktion auf die Forderungen der Mitglieder nach einem fokussierten globalen Sensibilisierungstag für Thrombose gegründet.

 

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Angiologie - Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. | Redaktion: Cornelia Meier