Achtung, Ansteckungsgefahr! Wo Nagelpilzerreger lauern

Foto: Almirall Hermal GmbH
Obwohl Risikogruppen wie Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Menschen mit Diabetes oder Ältere gefährdeter sind, sich mit Nagelpilz zu infizieren, untersuchen nur wenige ihre Hände und Füße regelmäßig auf Anzeichen einer Infektion. Foto: Almirall Hermal GmbH

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14 bis 18 Prozent aller Deutschen sind von Nagelpilz betroffen. Obwohl die Infektion häufig auftritt, wissen die meisten Deutschen noch immer zu wenig über die Erkrankung und die Wege der Ansteckung. Laut einer forsa-Umfrage hält ein Viertel der Befragten das Infektionsrisiko für gering. Dabei kann sich jeder im Haushalt und in der Freizeit leicht mit Nagelpilz anstecken.

Unterschätzte Gefahr

Eine Infektion mit Nagelpilz im eigenen Zuhause? Das erscheint vielen unwahrscheinlich. Ist jedoch jemand in der Familie bereits betroffen, passiert eine Ansteckung schnell. Infizierte verteilen Pilzsporen in der Wohnung. Besonders im Bad herrscht große Ansteckungsgefahr: Die Sporen setzen sich in Badematten oder gemeinsam genutzten Handtüchern fest. Von dort aus können sie leicht auf andere Personen übergehen.
Aber auch auf Teppichböden und anderen Vorlegern können Pilzsporen lange überleben. Dasselbe gilt für getragene Kleidung, die im Wäschekorb oder im Zimmer liegt. Beim barfuß laufen oder Wäsche sortieren steigt die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Familienmitglieder sich ebenfalls infizieren.

Um das zu verhindern, sollten Textilien regelmäßig bei mindestens 60° gewaschen werden. Alternativ können Hygienespüler genutzt werden, die Pilze und andere Bakterien aus der Kleidung entfernen. Wer infiziert ist, sollte seine Nägel nach dem Duschen gut trocknen und beim Umherlaufen immer Socken oder Hausschuhe tragen. Handtücher sowie Nagelpflege- und Maniküre-Sets sollte man nicht gemeinsam nutzen. Zur Sicherheit kann der übrige Teil der Familie seine Nägel regelmäßig inspizieren und so frühzeitig auf Veränderungen reagieren. Wichtig ist ein schneller Behandlungsstart.

Typische Ansteckungsorte: Hier fühlen sich Pilzerreger wohl

Neben der eigenen Wohnung gibt es auch öffentliche Orte, an denen Vorsicht geboten ist. Die größte Ansteckungsgefahr herrscht dort, wo das Klima feucht-warm ist und Menschen viel barfuß laufen. Dazu zählen neben Schwimmbädern, Thermen und Saunen auch die Umkleiden von Fitnessstudios oder Sportkurse, in denen Leihmatten ohne Socken genutzt werden.

Textilien können ebenfalls Übertragungen fördern, da Pilzsporen sich hier gut festsetzen können. Aufpassen sollte man daher zum Beispiel in Hotelzimmern mit Teppichböden, die von vielen barfuß betreten werden. Auch Leihschuhe, wie man sie in Kletterhallen bekommt oder Probierschuhe im Schuhgeschäft sind eine potenzielle Infektionsquelle.

 

Quelle: Almirall Hermal GmbH | Redaktion: Cornelia Meier