Einigung bei eGK-Finanzierung

(1.4.2008) Die Einführung von neuen Kartenterminals für die elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird für Ärzte kostenneutral erfolgen. Die Arztpraxen erhalten eine Pauschale, die die entstehenden Kosten decken soll. Wie und ob Podologen, Orthopädieschuhmacher und andere Leistungserbringer finanziell unterstützt werden, ist noch völlig offen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben eine Finanzierungsvereinbarung für neue Lesegeräte getroffen, die im Rahmen der geplanten elektronischen Gesundheitskarte in den Arztpraxen benötigt werden. Jede Arztpraxis wird eine Pauschale für die Anschaffung neuer Kartenterminals erhalten. Dies gilt auch für Zweitgeräte, sofern sie in Zweigpraxen oder ausgelagerten Praxisräumen eingesetzt werden.

KBV und Krankenkassen vereinbarten außerdem, installationsbedingte Aufwendungen einschließlich der Anpassung von Praxis-Softwaresystemen durch einen weiteren Zuschlag mit zu finanzieren. Die Höhe der Pauschalen steht noch nicht fest. Die Träger der Selbstverwaltung werden sie spätestens einen Monat vor der notwendigen Ausstattung und Installation bekannt geben. Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV betonte: „Wir haben den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten Kostenneutralität versprochen und genau dieses wichtige Ziel haben wir auch erreicht.“

Für die Belange der Sonstigen Leistungserbringer tritt seit Anfang Januar die Interessensgemeinschaft eGBR ein. Ob auch diese Berufsgruppen mit einer finanziellen Unterstützung rechnen dürfen, ist noch nicht geklärt.

Die bundesweite Einführung der Gesundheitskarte wird laut Krankenkassenkreisen frühestens im Jahr 2009 beginnen. Da der Einführungstermin – geplant war das Jahr 2006 – schon mehrfach verschoben wurde, kann es aber zu weiteren Verzögerungen kommen.