Krankenstand 2007 auf Rekordtief

(7. 1. 2008) Der Krankenstand in deutschen Unternehmen ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief gefallen. Von Januar bis Dezember hätten jeden Tag durchschnittlich 3,21 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wegen Krankheit am Arbeitsplatz gefehlt, berichtet die „Thüringer Allgemeine“ vom Freitag unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. 

2006 seien es noch 3,29 Prozent gewesen. Damit erreichte die Zahl der Krankmeldungen laut Ministerium im abgelaufenen Jahr den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, in Westdeutschland sogar seit Einführung der Lohnfortzahlung 1970. Im Osten lagen die Fehlzeiten mit 3,48 Prozent das dreizehnte Jahr in Folge höher als im Westen (3,11).

Entgegen der Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hatten die Betriebskrankenkassen kürzlich auf einen Anstieg des Krankenstandes verwiesen. Für die ersten zehn Monate dieses Jahres habe der Krankenstand bei 3,74 Prozent gelegen, während er im Vorjahreszeitraum noch 3,49 Prozent betrug. BKK-Chef Wolfgang Schmeinck hatte die Entwicklung darauf zurückgeführt, dass die Menschen später in Rente gingen und die tägliche Arbeit zunehmend stressiger werde. (Quelle: aerzteblatt.de)