Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen erhält Prix d’Honneur de la Beauté

Jobst-Peter und Sohn Timor Gerlach-von Waldthausen im Jahr 2018 auf der Beauty in Düsseldorf. Foto: GEHWOL

Mit seinem Eintritt in die Eduard Gerlach GmbH begann 1978 eine neue Ära für die professionelle Fußpflege. Mit großem Engagement und Ideenreichtum hat Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen die Branche entscheidend mitgeprägt. Seine Liebe zum Detail, der Fokus auf die Qualität und vor allem sein wertschätzendes Menschenbild machen ihn zu einem Grandseigneur der Fußpflege. Das sieht auch die Jury des Beauty Forum Stars Award und hat ihm deshalb den Prix d’Honneur de la Beauté für sein Lebenswerk verliehen.

Die Verleihung der Beauty Forum Stars Awards fand Ende November im Rahmen einer feierlichen Gala im Europapark Rust statt. „Herr Gerlach-von Waldthausen hat sich in einzigartiger Art und Weise um die Branche verdient gemacht“, begründet Maxi Goewe, Chefredakteurin des Fachmagazins Beauty Forum die Würdigung. Urkunde und Trophäe nahm Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen Corona bedingt in Lübbecke entgegen.

Das Gute besser machen

Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen richtet seinen Blick gerne auf Details. Das bekommt jeder zu spüren, der mit ihm über Mikromotoren, ergonomische Prinzipien der Instrumentenfertigung oder Lederbezüge bei einem Fußpflegestuhl diskutiert. Das sind nur Beispiele. Aber sie offenbaren eine gewisse Grundmentalität des bodenständigen Unternehmers. Was ihn antreibt, ist die Erkenntnis, dass auch kleinste Veränderungen zu entscheidenden Verbesserungen führen können. So gesehen ist keine der vielen Innovationen, die das Haus Gerlach verlassen haben, jemals erschöpfend.

„Es gibt immer Möglichkeiten, etwas Gutes noch besser zu machen“, sagt der gebürtige Niedersachse.Das fordert er nicht nur von seiner „Gerlach-Familie“ aus Mitarbeitenden und Partnern. So nennt er sie gerne. Mit dem gleichen Anspruch hat er selbst, Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen, 1978 die Geschäftsführung des stolzen Familienunternehmens aus Ostwestfalen übernommen.

Der Fachhandel als Partner

Schon sein Vorgänger, Gerhard Gerlach-Hollmann, hatte der traditionellen Partnerschaft mit dem Fachhandel neuen Auftrieb gegeben. 1961 hatte er die exklusive Fußpflegeserie „GEHWOL FUSSKRAFT" für Fußprofis eingeführt. Diese Nähe zur Praxis baute Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen auf der Grundlage des schon immer bestehenden Qualitätsanspruchs konsequent aus und führte das Unternehmen in eine neue Ära. Er sah in der Fußpflege das größte Potenzial und richtete das Sortiment mit Technik-Sparte, Kosmetik, Medizinprodukten und Arzneimitteln konsequent auf den Dienstleistungsbedarf aus. So entstand unter seiner Feder ein weltweit führendes Unternehmen für die professionelle Fußpflege und Podologie. Er erweiterte die problem- und präventionsorientierte Pflege der Füße mit innovativen Präparaten, setzte sich vehement für Wirkstoffkosmetik und entsprechend hohe Qualitätsstandards ein. Wirkstoffe wie Urea als Granulatbestandteil bei einem Badezusatz oder probiotischer Laktobazillus verdanken ihre erstmalige Verwendung bei einem Fußpflegeprodukt allein diesem umtriebigen Entwicklungseifer.

Den unterschiedlichen Bedürfnissen einer immer differenzierter auftretenden Zielgruppe begegnete Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen mit galenischer Vielfalt. Im GEHWOL-Sortiment findet sich praktisch alles, von Sprays, über Cremes, Schäume, Salben, Balsame, Pasten über Tinkturen bis hin zum fußformangepasstem Druckschutz aus Polymer-Gel. Das Gel als Wunderwaffe gegen Hallux und Co. ist ein Standard, der nur deshalb möglich war, weil der Geehrte auch international nach Lösungen suchte. Für die Produktion seiner Druckschutzartikel fand Gerlach-von Waldthausen den richtigen Partner in einer kleinen Manufaktur in Buenos Aires, Argentinien. Aber auch die Marke „GERLACH TECHNIK" für die Ausstattung der Praxis oder für die mobile Fußpflege wuchs stetig. Das Gesamtsortiment umfasst heute 1.800 Artikel. Von damals 36 nahm die Belegschaft auf heute 160 Mitarbeitende zu. Weltweit sind die Produkte in 59 Ländern erhältlich.

1882 kam „E. Gerlach´s Praeservativ-Cream“, die heutige „GEHWOL FUSSKREM“ auf den Markt. Foto: GEHWOLWeitsicht und Mut

Wachstum um jeden Preis, das gehörte allerdings nie zu den Prinzipien des Grandseigneurs der Fußpflege. Vielmehr sind es Weitsicht und Mut, Innovationen zu erkennen und mit Bedacht für die Praxis zu realisieren. Sein Antrieb war dabei stets der unbedingte Wille, es besser zu machen. Mit großer Sicherheit wandelte Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen dabei auf dem schmalen Grat zwischen Tradition und Veränderung. 

Schon Gründer Eduard Gerlach gelang dieser Spagat. Bereits vor mehr als 150 Jahren und mit der Einführung der ersten industriell gefertigten Fußcreme, dem heutigen „GEHWOL FUSSKREM", bildete die Qualitätsorientierung die Konstante.

„Wir sehen unser Qualitätsbewusstsein als einen Teil der Verantwortung gegenüber unseren Kund*innen sowie als essenziellen Teil unserer Partnerschaft mit der Profession“, sagt der Preisträger. Zudem kommen nur Produkte auf den Markt, die echten Nutzen stiften. Um die betrieblichen Prozesse zu validieren, forcierte Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen maßgeblich die Einführung eines softwaregestützten Qualitätsmanagements. Es umspannt ganzheitlich alle Bereiche von der Eingangskontrolle einzelner Inhaltsstoffe, deren mehrstufige Verarbeitung im Produkt bis hin zum Versand. Nicht nur deshalb arbeitet Gerlach nach Standards, die vergleichbar mit denen der Arzneimittelherstellung sind.

2021 vollendete Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen sein Herzensprojekt. Foto: GEHWOL.Blick nach vorn

Der Qualitätskompass leitete ihn auch durch ein großes Herzensprojekt. Die Eduard Gerlach GmbH bezog im Sommer 2021 einen hochmodernen Bau am Rande des Lübbecker Moors. Damit schlägt das Unternehmen einerseits die Brücke zu der Naturverbundenheit. Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen schuf außerdem exzellente Voraussetzungen, weiterhin innovative Produkte zu entwickeln und die Qualitätsorientierung langfristig zu sichern. „Mir war es wichtig, meinem Sohn Timor einen Betrieb zu übergeben, der für die Zukunft gut gerüstet ist. Das sichert das Fortbestehen unseres Traditionsunternehmens“, beschreibt er die Übergabe der Geschäfte an die fünfte Generation.

Bis 2015 führte Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen die Geschäfte gemeinsam mit seinem Vetter Klaus Gerlach-Meinders. Im Jahr 2014 trat Timor Gerlach-von Waldthausen in das Unternehmen ein und wurde 2018 geschäftsführender Gesellschafter an der Seite seines Vaters. Im gleichen Jahr feierte das Unternehmen sein 150-jähriges Bestehen.

Im Rittergut Wührden wuchs Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen auf. Foto: privatPrägende Kindheit

Geboren wurde Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen 1947 in Rotenburg (Wümme). Er verlebte auf dem elterlichen Rittergut Wührden in Niedersachsen eine glückliche Kindheit, die ihm Vertrauen und Treue vermittelte. Nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann sowie einem Studium der Betriebswirtschaftslehre heiratete er seine Ehefrau Gisela, mit der er seit über 50 Jahren eine respektvolle und innige Liebe pflegt. Aus dieser Liebe ging 1978 Sohn Timor Gerlach-von Waldthausen hervor.

Der derzeit stattfindende Generationenwechsel folgt der Tradition und zeigt die familiäre Verbundenheit, durch die Werte wie Treue, Bodenständigkeit und Respekt weitergebenen werden. Darauf basierend übernimmt der erfolgreiche Unternehmer Verantwortung, die sich vom privaten Umfeld über das Unternehmen bis zur Region erstreckt.

„Die Menschen stehen für mich im Vordergrund.“ Diese Wertschätzung gilt auch weltweit: „Sein freundliches Lächeln hat sofort eine gute Partnerschaft versprochen“, erklärt Dr. Miroslawa Galecka, Miralex GmbH in Polen, die ihn seit über 20 Jahren als Freund bezeichnet. Auch Importeur Anders Erichsen, Argo Fodpleje Artikler S/S, Dänemark schwärmt: „Sie beschreiben Ihre Mitarbeiter wie eine große Familie. Ich fühle mich wie ein Mitglied in der großen Familie. Ich bin stolz, dass ich GEHWOL Produkte nach Dänemark importieren und verkaufen kann.“

Die Hingabe und Leidenschaft bringt Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen nicht nur „seiner Familie“ entgegen. Als Schatzmeister beim Deutschen Roten Kreuz sowie Aufsichtsrat und Vorstand der Behindertenwerkstätten Lebenshilfe Lübbecke e. V. sowie durch Spenden der Eduard Gerlach GmbH für Institutionen und Vereine zeigt er die Verbundenheit mit der Region.

Vernetzt in allen Lebenslagen

Der Mensch Gerlach-von Waldthausen ist bei allem Erfolg bodenständig geblieben. Das Füreinander-da-Sein kennzeichnet alle Lebensbereiche und macht deutlich, dass Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen bestens vernetzt ist und die Menschen mit viel Hingabe zusammenbringt. Die Auszeichnung mit dem „Oscar der Beauty-Branche“ für sein Lebenswerk ehrt folgerichtig den Menschenfreund genauso wie den Macher, den Pionier, den Innovator und den Philanthropen.

 

Quelle: EDUARD GERLACH GmbH | Cornelia Meier