Erfolgreiche Stellenausschreibungen: Mehr Inhalte statt bunte Bilder

Junge Frau sitzt im Freien vor dem Laptop
Foto: michaeljung/AdobeStock

Die Mehrheit der Bewerberinnen und Bewerber hält Bilder in Stellenanzeigen für verlorene Liebesmühe seitens der Arbeitgeber. Das ist ein Ergebnis einer Studie der HR-Beratung Königsteiner Gruppe für die deutschlandweit 1.059 Personen zur Wirkung von Stellenanzeigen befragt wurden.

Sechs von zehn Befragten geben an, in Ausschreibungen von Unternehmen nicht auf die dort abgebildeten Bilder zu achten. Auch multimediale Inhalte stehen nicht sehr hoch im Kurs der Bewerberinnen und Bewerber. So halten gerade einmal 22 Prozent von ihnen Inhalte wie Videos, Animationen oder audiovisuelle Instrumente in Stellenanzeigen für wichtig. Dagegen sagen 46 Prozent der Befragten explizit, dass sie derartige mediale Instrumente für ihre Jobsuche als unwichtig und verzichtbar einschätzen.

„Unsere Umfrage zeigt, dass es in der Mitarbeitersuche für Arbeitgeber darum geht, inhaltlich zu überzeugen – etwa mit starken Arbeitgeberleistungen. Ein Feuerwerk an bunten Bildern reicht nicht, um gefragte Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen. Das gilt übrigens auch für junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren“, sagt Nils Wagener, Geschäftsführer der Königsteiner Gruppe.

Wenn Bilder, dann aus dem Arbeitsumfeld

Obwohl die Mehrheit der Jobsuchenden Bilder in Stellenanzeigen verschmäht, lohnt ein Blick auf die 40 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber, die trotz der Skepsis anderer auf visuelle Eindrücke in Ausschreibungen achten. Bei diesen ist eine klare Präferenz erkennbar, welche Bilderwelten es denn sein sollen. So bevorzugen sie Eindrücke des tatsächlichen Arbeitsumfelds. Gut zwei Drittel von ihnen geben an, dass Fotos von echten Mitarbeitern inklusive Statements der jeweiligen Mitarbeitenden ihre Bewerbungsentscheidung beeinflussen könnten.

Noch höher ist der Prozentsatz bei Fotos der Räumlichkeiten des ausschreibenden Unternehmens – hier sprechen 73 Prozent der visuell affinen Befragten von einer für sie relevanten Bilderwelt. Vergleichsweise weniger hoch im Kurs: Fotos des Unternehmensgebäudes, die 43 Prozent der Befragten interessieren.

Über die Studie
Im Auftrag der Königsteiner Gruppe befragte das Kölner Marktforschungsunternehmen respondi bundesweit 1.059 berufstätige Beschäftigte in allen Altersstufen, die sich in den letzten 12 Monaten in einem Bewerbungsprozess befanden. Der Befragungszeitraum lag im April 2021.

 

Quelle: Königsteiner Agentur GmbH | Cornelia Meier