Trotz Corona: Andere Infektionskrankheiten nicht vergessen

Spritze und Impfstoff im Fläschchen
Foto: New Africa/AdobeStock

Seit Anfang 2020 stellt der Kampf gegen Covid-19 Vieles in den Schatten. Andere Infektionskrankheiten und die Möglichkeiten, sich gegen sie zu impfen zu lassen, sollten deshalb aber nicht aus dem Blick verloren werden. Das gilt vor allem für Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e. V. (BGV) rät zu einem Blick in den Impfausweis: Wie steht es um den Impfschutz vor Atemwegserkrankungen wie Grippe, Lungenentzündung und Keuchhusten?

Nicht nur Menschen mit einem erhöhten Risiko für Atemwegserkrankungen sind gefährdet. Mit zunehmendem Lebensalter lassen die körpereigenen Abwehrkräfte nach und die Gefahr von Infektionen und schweren Krankheitsverläufen steigt. Aus diesem Grund wird Personen ab dem 60. Lebensjahr und Patienten mit Vorerkrankungen empfohlen, sich gegen gefährliche Infektionskrankheiten impfen zu lassen. Denn Grippe (Influenza) oder Lungenentzündung, ausgelöst durch Pneumokokken, können lebensbedrohlich werden. Das gilt besonders, wenn mehrere Infektionen aufeinandertreffen. Ein vollständiger Impfschutz gegen diese Erkrankungen kann das Risiko solcher Doppel- oder gar Mehrfachinfektionen erheblich reduzieren.

Foto: BGV

Aktualisierter Ratgeber

Der aktualisierte BGV-Ratgeber „Impfschutz – Empfehlungen für Personen mit geschwächtem Immunsystem“ informiert leicht verständlich und wissenschaftlich fundiert über Nutzen und Risiken von Impfungen. Die wichtigsten Risikogruppen werden dabei direkt angesprochen – unter anderem Patienten mit Diabetes, Krebs oder Asthma sowie Schwangere, Menschen ab 60 und Patienten, die immunschwächende Medikamente einnehmen müssen.

Ein Kapitel des Ratgebers befasst sich mit der Impfung gegen Covid-19 und dem Problem der Mutationen. Ein Impfkalender listet die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Standardimpfungen auf und zeigt, in welchem Abstand sie aufgefrischt werden müssen.

 

Quelle: Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e. V./Cornelia Meier