Richtig Lüften: Frischer Wind gegen Aerosole

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Auch wenn aktuell die Inzidenzen sinken, ist die Corona-Pandemie auch weiterhin ernst zu nehmen – vor allem im beruflichen Alltag. Tipps für das richtige Lüften in geschlossenen Räumen gibt das Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa).

Aerosole, also kleinste schwebende Partikel in der Luft, können das Coronavirus SARS-CoV-2 übertragen. Das ist besonders in schlecht belüfteten Innenräumen ein Thema. Aerosole reichern sich dort an und verteilen sich im gesamten Raum. Regelmäßige Zufuhr von Frischluft – durch entsprechende Lüftung – verdünnt die Aerosole in der Raumluft. Dabei gilt in diesem Fall: Viel hilft viel. Denn je mehr Frischluft in den Raum gelangt, desto stärker werden die Aerosole verdünnt. Wohn- und Arbeitsräume sollten daher mehrmals täglich gelüftet werden. Befinden sich mehrere Personen in einem geschlossenen Raum, ist regelmäßiges und gründliches Lüften bereits während des Treffens ratsam. Niest oder hustet jemand, sollte am besten sofort gelüftet werden.

Querlüften ist besser als Stoßlüften

Lüften Sie mit weit geöffneten Fenstern mindestens 10 bis 15 Minuten. Noch mehr Schwung in die Luftzirkulation bringt laut ifaa das sogenannte Querlüften, bei dem über geöffnete gegenüberliegende Fenster und/oder Türen gelüftet wird und so binnen weniger Minuten ein kompletter Luftaustausch stattfindet.

Sensibilisieren und am Ball bleiben

„Es ist wichtig, dass Unternehmen und Führungskräfte den Beschäftigten regelmäßig relevante Themen im Arbeits- und Gesundheitsschutz niederschwellig nahebringen. Wird immer wieder die Wichtigkeit von beispielsweise bestimmten Verhaltensregeln aufgezeigt und vor allem der konkrete Bezug zu unserem Leben, sind wir auf einem guten Weg“, erklärt Dr. Catharina Stahn, wissenschaftliche Expertin am ifaa. Das gilt zum Beispiel für die AHA-Formel drinnen und draußen: Abstand halten, Hygieneregeln befolgen, im Alltag Maske tragen. Und selbstverständlich Lüften.

 

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