Erfolgreiche Stellenausschreibungen: Mehr Individualität, weniger 08/15

Zwei Frauen im Büro im Gespräch
Foto: contrastwerkstatt/AdobeStock

Gute Mitarbeitende sind gefragt, aber oft nur schwer zu finden. Die beliebteste Rekrutierungsmethode ist dabei laut einer aktuellen Studie des Personaldienstleisters Randstad nach wie vor die externe Stellenausschreibung – oft jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Das lässt sich aber ändern.

Rund ein Drittel der befragten Unternehmen erhalten in der letzten Zeit weniger Bewerbungen als Reaktion auf ihre Stellenausschreibungen. Schuld daran ist meist die Stellenausschreibung selbst. Sie seien oftmals zu generisch und würden nur wenig aussagen, so der Personaldienstleister.

„Stellenanzeigen, die Copy-and-paste geschaltet werden, erreichen selten Kandidaten und Kandidatinnen. Die erwarten genauso viel Individualität in der Präsentation von Unternehmen und deren Jobangeboten wie auch von ihnen in ihrer eigenen Bewerbung erwartet wird", erklärt Brigitte Heßler, Manager HR Shared Services bei Randstad Deutschland. „Das fängt bei der Gestaltung der Stellenanzeige und den Benefits des angebotenen Jobs an und reicht bis zum persönlichen Ansprechpartner. An all diesen Kriterien lesen Bewerberinnen und Bewerber ab, wie es um die Wertschätzung der Mitarbeitenden und die Kultur eines Unternehmens steht."

Mit diesen Tipps punkten Arbeitgeber bei potenziellen Bewerber und Bewerberinnen:

1. Präzise und prägnant
Eine gute Stellenausschreibung beschreibt das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle möglichst präzise. Verdeutlichen Sie auch, welche Fähigkeiten und Voraussetzungen Ihre neue Kollegin beziehungsweise ihr neuer Kollege mitbringen sollte und auch was Sie bei Ihren Mitarbeitenden besonderen Wert legen.

2. Hintergrundinfos und Grund der Ausschreibung
Hintergrundinformationen zum Betrieb sind ebenfalls wichtig. Auch Zukunftsperspektiven sind für Bewerberinnen und Bewerber interessant. Wollen Sie etwa Ihre Praxis erweitern, sollten Sie das auch kommunizieren. Schließlich spricht es für Sie – und Ihren Betrieb.

3. Die richtige Struktur und der richtige Kanal
Grundsätzlich gilt: Es gibt keine festen Regeln, wie eine Stellenanzeige auszusehen hat. Es ist jedoch ratsam, die Angaben zur Stelle in fünf Kategorien einzuteilen:

  • Unternehmen
  • Grundlegendes zur Stelle
  • Anforderungen an Bewerber und Bewerberinnen
  • Leistungen des Betriebs
  • Bewerbungsvorgang

Der Kanal der Verbreitung sollte an die anvisierte Zielgruppe angepasst werden. Eine breite Streuung muss nicht unbedingt zum Ziel führen und ist oft auch kostspielig.

 

Über die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q1 2021, die quartalsweise durch das ifo Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgeführt wird. Die Studie befragt bis zu 1.000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Die Sonderfragen im ersten Quartal 2021 bezogen sich auf die Auswirkungen von Corona auf die Personalplanung von Unternehmen.

 

Quelle: Randstad Deutschland GmbH & Co. KG/Cornelia Meier