Impfstoffentwicklung: Weltweit 115 Projekte

(Foto: Bernd Kasper/pixelio.de)

Anzeige

Die Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2 läuft weiter auf Hochtouren. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) zählt inzwischen 115 Impfstoffprojekte weltweit gegen den Erreger dieser Infektionskrankheit, das Coronavirus SARS-COV-2.

Sieben davon werden maßgeblich in Deutschland vorangetrieben, fünf werden aus Deutschland heraus unterstützt. Obwohl der Erreger vor Jahresbeginn noch praktisch unbekannt war, hatten bis 1. Februar bereits sechs Unternehmen Impfstoffprojekte gemeldet. Am 9. März waren es schon 16 und jetzt sind es 115.

Weltweit werden zehn dieser Impfstoffkandidaten bereits in klinischen Studienprogrammen mit Freiwilligen erprobt: Eins davon findet in Deutschland statt. Weitere sind angekündigt.

Die folgenden Unternehmen und Forschungsinstitute im deutschsprachigen Raum arbeiten an eigenen Impfstoffen:

  • BioNTech / Pfizer (Mainz) – Erprobung mit Freiwilligen in Deutschland läuft
  • CureVac (Tübingen) – Erprobung könnte im Juni starten
  • Prime Vector Technologies (Tübingen)
  • LeukoCare (Planegg) mit ReiThera und Univercell
  • ARTES Biotechnology (Langenfeld, Rheinland)
  • Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) / Univ. München / Univ. Marburg / UKE Hamburg / IDT Biologika (Dessau) – Projekt mit Vektorvirus MVA
  • Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) – weiteres Projekt auf Basis des Masern-Impfvirus

Andere Impfstoffprojekte werden unterstützt von:

  • Universität Gießen im OpenCorona-Konsortium (Leitung: Karo-linska-Institut Schweden)
  • Merck (Darmstadt): unterstützt Produktion eines Impfstoffs der Universität Oxford – in Erprobung mit Freiwilligen
  • Bayer (Leverkusen): will Produktion eines Impfstoffs unterstützen
  • Richter-Helm BioLogics (Hamburg): produziert Plasmide für den Impfstoff von Inovio (USA)
  • Vibalogics (Cuxhafen): unterstützt die Produktion eines Impfstoffs

Die interaktive Karte auf www.vfa.de/corona-karte ordnet die Industrieprojekte für Impfstoffe und therapeutische Medikamente räumlich zu.