Vorsicht vor Internet-Betrügern

(Foto: Antje Delater/pixelio.de)

 Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Polizeiliche Kriminalprävention von Bund und Ländern warnen vor gefälschten Internetseiten im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Diese Seiten sehen frappierend echt aus, sind prominent in Suchmaschinen platziert und dienen dem Zweck, die Daten der Antragsteller abzugreifen. Die so gesammelten Daten könnten später für Betrugsstraftaten genutzt werden, warnen die Behörden.

Deshalb solle man ausschließlich die Internetseiten der offiziellen Landesstellen nutzen, um Anträge auf Soforthilfe zu stellen. Eine Liste der zuständigen Behörden hat das BMWi hier veröffentlicht.  

Auch vor E-Mails, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angeblich vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) stammen, wird gewarnt. Über die Nachrichten werde an Privatleute und Firmen schadhafte Software gesendet, teilte die Polizei im Saarland mit.

„Die Dateianhänge können den Trojaner „Trickbot“ enthalten, welcher den Rechner ver­schlüsselt und Lösegeld erpresst.“ Es handele sich um „Ransomware“. Die Empfänger werden aufgefordert, angehängte Formulare auszufüllen. „Beim Öffnen der Dateien erscheint die Aufforderung, Makros zu erlauben.“ In den E-Mails gehe es dann zum Beispiel um angebliche Änderungen bei Familien- und Krankenurlaub im Rahmen der Coronakrise oder um die Bestätigung von Kontaktdaten.

Die Polizei rät, niemals unbekannte E-Mail-Anhänge zu öffnen. Sollte doch eine verdächtige Datei angeklickt worden sein, sollte der Computer sofort vom Netzwerk getrennt werden.

Tipps zum Umgang mit Cyberkriminalität im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) hier bereit.

Das Landeskriminalamt NRW gibt hier Tipps zum Erkennen und richtigen Umgang mit gefakten Internetseiten.