Digitalisierung: Bundesverband Gesundheits-IT fordert Einbeziehung aller Akteure

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In einem am 3. März 2020 veröffentlichten Positionspapier fordert der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) alle Leistungserbringer auf, bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens mitzuwirken. Als Maßnahmen fordert der Verband unter anderem eine verpflichtende Anbindung an die Telematik-Infrastruktur (TI) und die Digitalisierung papiergebundener Prozesse.

Mit 5,7 Millionen Erwerbstätigen ist das Gesundheitswesen auch auf die Beschäftigung bezogen einer der bedeutendsten Sektoren in Deutschland. Trotz enormer Vielfalt an Betätigungsfeldern, dominieren in der öffentlichen und politischen Debatte vor allem die „klassischen“ Berufe wie Arzt oder Apotheker. Zwar findet insbesondere die Pflege zunehmend Beachtung, doch andere Gruppen wie etwa Geburtshelfende oder Heil- und Hilfsmittelerbringerinnen und -erbringer werden weiterhin in der Digitalisierungsdebatte als sogenannte „Sonstige Leistungserbringer“ oft außen vor gelassen.

„Unser Gesundheitswesen ist äußerst komplex und vielfältig, deshalb ist es erfolgsentscheidend, dass alle Akteure und Berufsgruppen bei der Digitalisierung beteiligt werden.“, erklärt Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT. „Aus diesem Grund setzen wir uns mit Nachdruck dafür ein, dass im Sinne eines sektorübergreifenden digitalen Versorgungsprozesses alle beteiligten Akteure mitgedacht werden.“

Welche konkreten Maßnahmen der bvitg für die Einbeziehung der Sonstigen Leistungserbringer in den Digitalisierungsprozess für notwendig erachtet, skizziert der Verband in einem neuen Positionspapier. Kernforderungen sind dabei unter anderem:

  • Eine gesetzlich geregelte Verpflichtung zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) für alle Gesundheitsberufe und -einrichtungen bis 2022, verbunden mit Regelungen zur Refinanzierung der notwendigen Investitionen. Die betroffenen Leistungserbringer dürfen nicht personell und finanziell zu überfordert werden.
  • Die Ablösung papiergebundener durch elektronische Verfahren.
  • Eine Harmonisierung der datenschutzrechtlichen Standards und die Reduzierung bürokratischer Vorgaben mit dem Ziel, innovationsfreundliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
  • Vermittlung von Kenntnissen im Bereich aus der (medizinischen) Informatik beim betroffenen Personal durch Integrierung durch Stärkung entsprechender Inhalte in der Aus-, Fort- und Weiterbildung.
  • Die Einbeziehung der Industrie mit dem Ziel praxisnaher, nutzenstiftender Lösungen