Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet voran

(Quelle: Digitalisierungsindex Mittelstand, Telekom Deutschland und techconsult, März 2020)

Geht es um die digitale Transformation, erzielen die Einrichtungen des deutschen Gesundheitswesens vor allem in den Handlungsfeldern Datenschutz, IT-Informationssicherheit und Patientenbeziehung Fortschritte. Das ist das Ergebnis der Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020“, die die Telekom zum vierten Mal in Auftrag gegeben hat.

Insgesamt hat sich der Digitalisierungsindex des Gesundheitswesens im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 55 von 100 erreichbaren Punkten verbessert - im Vergleich aller Branchen ein Mittelfeldplatz. Den Spitzenwert von 100 Punkten könnte ein Unternehmen dann erreichen, wenn es sämtlichen digitalen Handlungsfeldern die höchste Relevanz zuordnet und dabei maximal zufrieden mit der eigenen Umsetzung wäre.

Unbestritten ist, dass die Digitalisierung für das Gesundheits- und Sozialwesen großes Potenzial mit sich bringt. Dies gilt sowohl für medizinische Abläufe als auch für die dafür notwendigen Organisations- und Verwaltungsprozesse.

Der Untersuchung zufolge haben 56 Prozent der Einrichtungen innerhalb des Gesundheitswesens die Digitalisierung inzwischen fest in ihrer Geschäftsstrategie verankert. Digitale Fortschritte sind insbesondere in den Bereichen IT-Informationssicherheit und Datenschutz (plus drei Prozentpunkte) und Beziehung zu Patienten (plus ein Prozentpunkt) zu verzeichnen.

Online Terminbuchung, Entertainment im Wartezimmer oder elektronische Arztbriefe sind nur einige Themen, die für medizinische Bereiche eine immer wichtigere Rolle spielen. Technologien der Robotik und Künstliche Intelligenz eröffnen eine Fülle von Einsatzszenarien. Die Studienergebnisse belegen, dass sich Digitalisierungsmaßnahmen positiv auf die Patientenzufriedenheit und den Leistungsgrad der Behandlungen auswirken

Einrichtungen des Gesundheitswesen sehen die größte Herausforderung darin, den Schutz von besonders sensiblen Daten sicherzustellen (44 % ). Aber auch die Gewährleistung der IT-Sicherheit und der Zeitmangel (je 36 %) gelten für Unternehmen als Hürde, digitale Vorhaben anzustoßen. Der Zeitmangel wird vor allem in kleineren Unternehmen wie Arztpraxen (40 Prozent) oder Pflegeeinrichtungen (50 Prozent) zum Problem. Zudem werden auch hohe Investitionskosten (38 Prozent) gescheut.