Neuerkrankungsraten von Typ-1-Diabetes nimmt zu

(5.8.08) Die Neuerkrankungsrate von Typ 1-Diabetes steigt jährlich um 3-5 Prozent an. Jedoch gibt es deutliche Unterschiede, wenn man zum Beispiel die Länder USA, Finnland, Schweden und Deutschland vergleicht. Bei Kindern bis vierzehn Jahren liegen folgende Neuerkrankungsraten vor: In Finnland findet sich die höchste Rate der einbezogenen Länder: Dort entwickeln jährlich von 100.000 Menschen zirka 60 einen Typ 1 Diabetes. Danach folgt das zweite skandinavische Land: In Schweden erkanken jährlich pro 100.000 Menschen etwa 40 an einem Typ 1 Diabetes. In den USA ist die Rate etwas geringer. Von 100.000 Menschen gibt es dort zirka 25 neu entdeckte Typ 1 Diabetiker. Am wenigsten Neuerkrankungen gibt es in Deutschland. Hier entwickeln etwa 15 Personen pro 100.000 einen Typ 1 Diabetes. Warum diese Unterschiede von Land zu Land vorhanden sind, ist noch unklar. In Finnland oder Schweden treten Diabetes-Risikogene, die die Entstehung von Typ 1 Diabetes begünstigen, nicht häufiger auf als in Deutschland. Auf dieses Ergebnis stieß die internationale TEDDY (The Environmental Determinants of Diabetes in the Young) Studie, die die umweltbedingten Ursachen des Typ 1-Diabetes bei Kindern aufdecken möchte. Die Wissenschaftler der TEDDY Studie vermuten deshalb Umwelteinflüsse, die sich je nach Land unterscheiden und zu unterschiedlichen Neuerkrankungsraten führen.