Schulgeldübernahme nun auch in Sachsen geplant

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Auszubildende in den Gesundheitsfachberufen müssen in Sachsen ab Herbst dieses Jahres das Schulgeld nicht mehr selbst zahlen. Bis zum Inkrafttreten einer bundeseinheitlichen Regelung stellt Sachsen dafür in diesem Jahr fünf Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld kommt aus dem Topf des "Sofortprogramms Start 2020" der neuen schwarz-grün-roten Koalition.

Von der vollständigen Übernahme des Schulgeldes profitiert, wer sich an einer freien Schule zum Diätassistenten, Ergotherapeuten, Logopäden, Masseur, medizinischen Bademeister, Physiotherapeuten oder Podologen ausbilden lässt. Auch die Ausbildung zu medizinisch-technischen sowie zu pharmazeutisch-technischen Assistenten wird künftig kostenfrei sein.

Im Juni 2019 vereinbarten die Gesundheitsminister, für alle Gesundheitsfachberufe das Schulgeld abzuschaffen. Das Bundesgesundheitsministerium wurde aufgefordert, bis Ende 2019 eine bundeseinheitliche Regelung vorzulegen. Doch weil die Abstimmung darüber noch läuft, will auch der Freistaat Sachsen nicht länger warten. Das soll nicht nur die angehenden Podologen entlasten. "Wir erhöhen zudem die Attraktivität der Gesundheitsberufe", begründet Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) den Schritt.