Schulgeldfreiheit in Hessen in Sicht

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Ab dem 1. August 2020 soll es in Hessen Schulgeldfreiheit für die Gesundheitsberufe geben. Die Landesregierung fördert mit bis zu 5 Millionen Euro jährlich die Schulen für Gesundheitsfachberufe, damit diese kein Schuldgeld mehr von den Auszubildenden verlangen.

Dies gilt für die Berufe Diätassistenz, Ergotherapie, Logopädie, Medizinisch-technische Assistenz (MTA), Orthoptik, Pharmazeutisch-technische Assistenz (PTA), Physiotherapie und Podologie. Die Landesregierung plant dazu, das Schulgeld für die Ausbildung zu diesen Berufen abzuschaffen, wie die die gesundheitspolitischen Sprecher der Regierungsfraktionen CDU und GRÜNEN, Claudia Ravensburg (CDU) und Marcus Bocklet (Grüne) in Wiesbaden ankündigten. Die neue Regelung soll vom kommenden Schuljahr ab August 2020 gelten.

„In den vergangenen Jahren haben immer mehr Patientinnen und Patienten die Expertise von Gesundheitsfachleuten in Anspruch genommen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind diese Berufe für ein funktionierendes Gesundheitssystem und eine immer älter werdende Gesellschaft unverzichtbar“, erläuterte Marcus Bocklet.

„Nach ihrem Abschluss sind beispielsweise Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen mit bis zu rund 16.000 Euro Schulden in den Beruf gestartet. Das hat diese Profession sehr unattraktiv gemacht. Mit unserem Gesetz treten wir dem Fachkräftemangel entschieden entgegen“, resümierten Claudia Ravensburg und Marcus Bocklet.

Der vorliegende Gesetzentwurf, eine Änderung des Hessischen Gesetzes über den Öffentlichen Gesundheitsdienst, schafft die Ermächtigungsgrundlage für eine Rechtsverordnung zur Umsetzung der Schulgeldfreiheit. Im Landeshaushalt wurden entsprechend 1,5 Millionen Euro für 2020, 4 Millionen für 2021 und jeweils 5 Millionen Euro für 2022 und 2023 eingestellt.