235 Euro im Jahr für Podologie

(Abb. Wido)

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Im Jahr 2018 nahmen 5,03 Millionen der AOK-Versicherten eine Heilmitteltherapie in Anspruch. Dies geht aus dem Heilmittelbericht 2019 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. Rund 42 Millionen Heilmittelleistungen wurden 2018 zu Lasten der GKV abgerechnet, davon 15,4 Millionen für AOK-Versicherte. Die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen beliefen sich dabei 2018 - laut Bundesgesundheitsministerium - insgesamt auf 222 Milliarden Euro. Davon entfiel der vergleichsweise kleine Anteil von 3,3 Prozent auf Ausgaben für Heilmittelleistungen (7,45 Mrd. Euro).

Knapp 1,7 Millionen podologische Leistungen mit zusammen 6,57 Millionen Behandlungssitzungen wurden 2018 von den GKV-Versicherten in Anspruch genommen (AOK: 771.150 Leistungen, 2,96 Mio. Behandlungen). Die Therapien haben einen Gegenwert von 205 Millionen Euro (AOK: 92,4 Mio. Euro).

Eine Leistung entspricht in diesem Fall einer Verordnung und dabei sind für ein Durchschnittsrezept 3,7 Behandlungen angefallen sind. Die podologische Leistung wird fast ausschließlich von Diabetikern in Anspruch genommen und der Anteil von Verordnungen außerhalb des Regelfalles ist hier entsprechend hoch.

Auf 1.000 Versicherte entfielen jeweils 23,2 Leistungen mit zusammen 90,2 Behandlungen und einem Umsatz von 2.817 Euro. Eine durchschnittliche podologische Leistung kostete ohne Zusatzleistungen wie Hausbesuche oder Wegepauschalen 115,22 Euro (AOK: 112,64 Euro). Rund 771.150 podologische Leistungen wurden für AOK-Versicherte abgerechnet. Verteilt auf die 392.700 Patienten nahm ein Patient durchschnittlich jeweils 2,0 Leistungen mit zusammen 7,5 Behandlungen in Anspruch. Die jährlichen Kosten je AOK-Patient summierten sich somit auf 235 Euro. Das entspricht Kosten von 31,20 € pro Behandlung.