Gutachten zum Heilpraktiker ausgeschrieben

(Abb. filorosso.eu-Manfred Gerber/pixelio.de)

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) erwägt nach Informationen des ARD-Magazins „Panorama“ (NDR) und des Onlinemagazins „MedWatch“ offenbar einschneidende Veränderungen beim Berufsstand der Heilpraktiker – bis hin zu einer möglichen Abschaffung der Profession. Dazu habe das BMG eine Ausschreibung für ein Rechtsgutachten veröffentlicht, das mögliche Optionen ausloten soll.

Das BMG habe wahrgenommen, dass die bisherigen Maßnahmen „teilweise als nicht ausreichend angesehen werden“, erklärte ein Sprecher des BMG auf Nachfrage von „Panorama“. Zugleich würden viele Menschen auf Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker vertrauen und sich auch für diesen Berufsstand und seinen Erhalt einsetzen. Die Forderung einer Abschaffung des Heilpraktikerberufs habe zudem eine verfassungs-rechtliche Komponente, insbesondere in Bezug auf die Berufsfreiheit.

Die Ausschreibung des BMG für das Rechtsgutachten thematisiert, ob sich eine mögliche, zukünftige Heilpraktikerausbildung in Hinsicht auf Dauer und Inhalt an der Medizinerausbildung orientieren müsste. Sie wirft laut der Berichte weiter die Frage auf, ob und inwieweit es möglich wäre, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker von der Behandlung weiterer Erkrankungen auszuschließen. Auch soll das Rechtsgutachten die Frage klären, ob der Beruf ganz abgeschafft werden könnte.