Übungen für einen guten Schlaf

Dr. Miriam Goos (Foto: Initiative_Deutschland_schlaeft_gesund)

Rund 80 Prozent der Deutschen leiden unter Schlafstörungen. Bei 35 Prozent ist es so schlimm, dass sie sich morgens nicht ausgeruht fühlen und tagsüber mit Müdigkeit und Konzentrationsstörungen kämpfen. Anlässlich des „Tag des Schlafes“ Mitte Juni hatte Dr. Miriam Goos, Gründungsmitglied von „Deutschland schläft gesund“ und Spezialistin auf dem Gebiet der Burnout Prävention verraten, wie man sich schon tagsüber auf einen erholsamen Schlaf vorbereiten kann.

Während des Tages – und auch nachts – bildet unser Körper das Stresshormon Cortisol. Cortisol ist der "Gegenspieler" zum Schlafhormon Melatonin. Cortisol ist appetitanregend und wird in der Tiefschlafphase in der zweiten Nachthälfte produziert. Es bereitet uns auf das Aufwachen vor. Wenn unser Körper zu viel Cortisol ausschüttet wirkt sich das negativ auf den Schlafverlauf aus. Mit den richtigen Tricks können Sie schon tagsüber den Cortisolspiegel senken.

Immer schön lächeln
Wackeln Sie mit Ihren Zehen und lächeln Sie dabei für eine volle Minute! Das löst unbewusste Anspannung und bringt Bewegung in den Körper. Das Grinsen hilft, das Cortisol zu senken und bewusst positive Signale an den restlichen Körper zu senden.

Strecken, ganz lang strecken
Stellen Sie sich aufrecht hin und versuchen Sie, sich so lang wie möglich zu machen. Stellen Sie sich auf die Zehenspitzen, recken Sie die Arme in die Luft und strecken Sie Hände und Finger soweit es geht nach oben. Danach schütteln Sie sich ordentlich aus.

Ellbogen kreisen
Legen Sie die Hände auf Ihre Schultern. Dann beginnen Sie, mit den Ellbogen zu kreisen, so dass sie sich in regelmäßigen Abständen annähern und wenn möglich berühren. Versuchen Sie, die Kreise dabei so groß wie möglich werden zu lassen.

Übung für die Arme
Stellen Sie sich aufrecht und mit geschlossenen Augen hin. Lassen Sie Ihre Arme an beiden Seiten nach unten hängen. Strecken Sie die Arme nun aus und bewegen sie in einem möglichst großen Radius nach oben, sodass sich die Hände weit über dem Kopf berühren. Nehmen Sie bewusst wahr, wie das Blut aus Händen und Armen nach unten in den Körper fließt. Dann bewegen Sie die Arme wieder in einem großen, weiten Kreis nach unten. Versuchen Sie, die Arme dabei zu strecken und genau wahrzunehmen, welche Muskeln im Rücken und im Nacken dabei involviert sind. Wiederholen Sie diese Bewegung einige Male.

Hampelmann
Springen Sie auf und machen Sie 20 Hampelmänner. Dann kommen Sie zur Ruhe und lassen den Kopf entspannt nach vorne hängen. Bewegen Sie nun die Nackenmuskulatur, indem Sie den Kopf abwechselnd nach rechts und links rotieren. Wiederholen Sie diese beiden Übungen drei Mal.