Messen am Tag des Cholesterins

(Abb. Lipid-Liga)

Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. ruft am heutigen Tag des Cholesterins die Bevölkerung dazu auf, ihre Blutfettwerte messen zu lassen und zu handeln, bevor es zu spät ist.

„Lassen Sie Ihre Blutfettwerte checken, um ein mögliches Risiko für Ihre Herz- und Gefäßgesundheit frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen“, rät der Kardiologe Professor Dr. med. Oliver Weingärtner, Vorsitzender der DGFF (Lipid-Liga).

Rund um den 14. Juni bieten Ärzte und Apotheker Messaktionen an. Außerdem haben Versicherte zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr einmalig Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung mit Bestimmung der Blutfettwerte, ab dem 35. Lebensjahr dann alle drei Jahre beim „Checkup 35“.

Fettstoffwechselstörungen zählen zu den wichtigsten Ursachen für kardiovaskuläre Erkrankungen und Todesfälle. Kommen noch weitere sogenannte Risikofaktoren hinzu wie Nikotinkonsum, bauchbetontes Übergewicht, Diabetes mellitus, Bluthochdruck sowie eine ererbte Veranlagung, steigt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko noch weiter an.

Wie hoch dürfen Blutfettwerte sein?
Bei Erwachsenen ohne zusätzliche Risikofaktoren empfehlen die Europäischen Leitlinien:

*          Gesamt-Cholesterin: um 200 mg/dl bzw. 5,2 mmol/l

*          LDL-Cholesterin: weniger als 115 mg/dl bzw. 3 mmol/l

*          Triglyzeride: weniger als 150 mg/dl bzw. 1,7 mmol/l

*          Lipoprotein(a): weniger als 30 mg/dl bzw. weniger als 75 nmol/l

Sind die LDL-Cholesterinwerte zu hoch, wird der behandelnde Arzt den persönlichen Zielwert danach festlegen, ob noch weitere Risikofaktoren vorliegen, und entscheiden, ob ein Medikament eingesetzt werden sollte. Wenn eine familiäre Form der Hypercholesterinämie vorliegt oder sich schon eine Atherosklerose oder gar eine Herz-Kreislauf-Krankheit entwickelt hat, liegt der Zielwert für LDL-Cholesterin niedriger (unter 100 mg/dl bzw. unter 70 mg/dl).

Aber einerlei, ob ein Medikament zum Einsatz kommt oder nicht: Ein gesundheitsförderlicher Lebensstil ist die Basis aller Empfehlungen. Dazu gehört eine Ernährung mit wenig Fett aus Fleisch, Wurst und Käse sowie wenig Zucker. Gemüse, Vollkorn, Obst und Fisch sollten den Speiseplan dominieren dazu Nüsse und Öle wie Lein-, Oliven- und Rapsöl. Außerdem wichtig sind viel und regelmäßige Bewegung, ausreichende Entspannungspausen und der Verzicht aufs Rauchen.

Mehr dazu im Internet unter www.lipid-liga.de