Schulgeldfreiheit: Bayern setzt Koalitionsvertrag doch um

(Foto: Lupo/ pixelio.de)

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Am 18. September 2018 verkündete nach einer Kabinettssitzung der bayerische Ministerpräsident Markus Söder für ganz Bayern die Schulgeldfreiheit für Heilberufe – vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und Nachwuchsprobleme in diesen Berufen. Diese wurde dann auch im Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freie Wähler vereinbart. Erst nach Protesten kommt es nun zu einer Umsetzung, von der angehende Physio- und Ergotherapeuten, Podologen und Logopäden profitieren.

Vor der Wahl ist anders als nach der Wahl. Berufsfachschulen für Heilberufe sollten nun lediglich einen sogenannten Gesundheitsbonus in Höhe von 150 Euro pro Monat erhalten. Die Schulen hatten allerdings die Zuschüsse als zu gering erachtetet und gingen von einer Summe aus, die mindestens doppelt so hoch sein müsste, damit private Schulträger auf Schulgeld tatsächlich verzichten könnten.

Diese Gesprächsrunden mit den privaten Berufsfachschulen haben nun zur Nachbesserung geführt. Um eine echte Schulgeldfreiheit umzusetzen, stellt nun der Freistaat Bayern durch Umschichtungen im Haushalt für das Jahr 2019 eine Summe von 9,4 Millionen Euro und für das Jahr 2020 9,6 Millionen Euro bereit.

Die neue Förderung kann rückwirkend zum Schulhalbjahr 2018/2019 ausbezahlt werden, sobald der neue Doppelhaushalt im Bayerischen Landtag verabschiedet wurde. Die Abwicklung findet direkt zwischen Schulen und dem Freistaat statt.