Mehr Arbeits- und Wegeunfälle

(Foto: Petra Bork/ pixelio.de)

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Die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle von Beschäftigten in Berufen aus Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ist zwischen 2007 und 2017 von 74.321 auf 111.432 angestiegen. Das ist ein Zuwachs um 49,9 Prozent, wie die Zahlen der Berufsgenossenschaft (BG) Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zeigen.

Zu den Berufen, die über die BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege versichert sind, gehören laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) unter anderem angestellte Mitarbeiter der stationären Versorgung wie Ärzte und Pflegekräfte, aber auch von ambulanten Einrichtungen der ärztlichen Versorgung, von medizinischen Laboren und Praxen der Psychologie und Psychotherapie. Ebenso umfassen die Zahlen angestellte Mitarbeiter in Apotheken oder Gesundheitsberufen wie Ergo- und Physiotherapeuten und sogar Friseure sowie zum Teil auch selbstständige Unternehmer.

Konkrete Gründe für den Anstieg der absoluten Unfallzahlen sind in der Antwort der Bundesregierung nicht genannt. Naheliegend wäre, dass die Zunahme auf einen Beschäftigungszuwachs von 2007 auf 2017 zurückzuführen ist. Zumindest geht aus Daten der DGUV hervor, dass das relative Risiko für meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle der BG Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege zuletzt nicht gestiegen, sondern sich nahezu auf dem selben Niveau bewegt. Die Unfallquote sank demnach statistisch berechnet sogar leicht von 16,32 (2016) auf 15,68 (2017) meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle je 1.000 Vollzeitbeschäftigte.

Insgesamt sei die Zahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle seit 2007 um 5,5 Prozent auf 1,064 Million im vergangenen Jahr zurückgegangen, so die Bundesregierung.  Meldepflichtig sind Arbeits- und Wegeunfälle, wenn die Versicherten mehr als drei Tage arbeitsunfähig sind.